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Neu sortierter Gemeinderat:Jugendbeirat und Sozialbeirat

In Oberhaching gibt es in der neuen Sitzungsperiode einige Neuerungen

Der Oberhachinger Gemeinderat sortiert sich neu. Wer sitzt in welchem Ausschuss, wie viele Sitze hat welche Fraktion und wer wird in den Aufsichtsrat der Gemeindewerke oder in diverse Zweckverbände entsendet? Bei der zweiten Sitzung des neuen Gremiums - diesmal mit viel Platz im Bürgersaal - wurde nicht nur deutlich, wie viele Aufgaben auf ein Gemeinderatsmitglied zukommen. Es war auch gut sichtbar, wie sehr sich die Zusammensetzung seit der Kommunalwahl am 15. März geändert hat. Bürgermeister Stefan Schelle (CSU) verabschiedete am Dienstagabend neun ausscheidende Gemeinderäte.

Am längsten hatte Sigrid Diehl von der CSU dem Gremium angehört. Sie wurde 1996 erstmals gewählt. Ihre Christsozialen sahen sie immer als ihr soziales Gewissen. "Niemand hat das S der CSU so verkörpert wie du", heißt es aus der Partei. Diehl war nicht mehr zur Wahl angetreten, sie wollte ausscheiden, solange sie noch fit ist, begründete sie den Entschluss. Bei den Grünen verabschiedete sich "die Mutter der Kompanie", wie Bürgermeister Schelle Monika Straub bezeichnete, die seit 2002 im Gemeinderat saß. "Jetzt ist es eine Kompanie und die Mutter nicht mehr da", sagte Schelle mit Blick auf die nun sechsköpfige Grünen-Fraktion mit fünf neuen, jungen Mitgliedern. Jedenfalls habe man Vieles gemeinsam für Oberhaching vorangebracht, sagte der Bürgermeister. "Und viel gestritten", ergänzte Straub. Aber das sieht Schelle ganz entspannt: "Da ich sechs Schwestern habe, war das für mich ganz normal", sagte er.

Drei Neuerungen kündigte Schelle mit dem Beschluss der Geschäftsordnung für den Gemeinderat an. So soll es demnächst einen Jugendrat geben, der allerdings erst nach Beratungen unter anderem mit dem Kreisjugendring "aufgegleist" werde. Auf Antrag der SPD-Fraktion soll zudem aus dem bisherigen Arbeitskreis für Senioren und Soziales ein Sozialbeirat werden, den der Gemeinderat bei relevanten Themen wie öffentliche Bauvorhaben, soziale Einrichtungen und Schaffung zentraler Service- und Beratungsstellen hinzuzieht. In diesen Sozialbeirat sollen neben Vertretern der sozialen Einrichtungen auch Gemeinderäte als ständige Vertreter entsandt werden.

Neu wird auch die Bereitstellung aller Drucksachen der Gemeinderats- und Ausschusssitzungen auf der Webseite der Gemeinde sein.

© SZ vom 28.05.2020

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