bedeckt München

Landkreis:Problem Lüften

Die SPD im Kreistag fragt unter anderem nach Luftfiltern in Schulen

Lüften ist in Corona-Zeiten eines der Hauptbestandteile von Hygienekonzepten an Schulen. Frische Luft von außen soll in den Klassenzimmern das Risiko für Schüler und Lehrer minimieren, von möglichen Viren etwas abzubekommen. Vergangene Woche hat das Umweltbundesamt (UBA) der Kultusministerkonferenz (KMK) erneut dazu geraten, auf das richtige Lüften zu achten. In einer Handreichung des Bundesamts wird empfohlen, Klassenräume regelmäßig alle 20 Minuten für etwa fünf Minuten bei weit geöffneten Fenstern zu lüften. Ist das nicht möglich, sind solche Räume aus Sicht der Experten nicht für den Unterricht geeignet.

In den Sommermonaten stellte die Umsetzung einer solchen Empfehlung ein geringeres Problem da. Die Räume waren bei offenem Fenster eher angenehmer als bei geschlossenem und höchstens kam - wie am Unterhachinger Gymnasium - mal die Schulkatze Cookie hinein. Im Winter allerdings kann es frostig im Klassenzimmer werden, warme Jacken und Handschuhe wären dann eine Option. Schwierig wird es allerdings auch, wenn sich die Fenster entweder nicht oder nicht ganz öffnen lassen. Denn das Bundesamt sagt auch: Nur ein Fenster teilweise zu öffnen oder die Fenster zu kippen, reiche nicht aus. Problematisch können auch moderne Schulgebäude sein, die über eng aufeinander abgestimmte Systeme aus Lüftung und Beheizung verfügen, die empfindlich auf das Öffnen von Fenstern reagieren.

Wie soll das gehen?, fragt daher die SPD-Kreistagsfraktion und bittet Landrat Christoph Göbel (CSU), gegebenenfalls Alternativen an den Schulen aufzuzeigen, bei denen der Landkreis in der Verantwortung ist. Zudem will sie wissen, ob und wo technischen Maßnahmen wie Luftfilter für Klassenräume geplant sind und wie viel solche Einbauten kosten würden. Die SPD verweist darauf, dass das Kultusministerium die Träger mit 37 Millionen Euro bei der Umsetzung technischer Maßnahmen zum infektionsschutzgerechten Lüften unterstützt.

© SZ vom 19.10.2020 / hilb
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema