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Landkreis:Kreis zahlt von Herbst an Verstärkerbusse selbst

Auf sechs Linien im Landkreis München sind bereits Verstärkerbusse im Einsatz, um das Infektionsrisiko bei der Schülerbeförderung zu reduzieren. Vorerst bis zum Beginn der Herbstferien übernimmt der Freistaat auf Beschluss der Staatsregierung die zusätzlich anfallenden Kosten zu 100 Prozent. Das aber reicht den Kreispolitikern nicht; einstimmig haben die Mitglieder des Kreisausschusses Landrat Christoph Göbel (CSU) ermächtigt, den Betrieb der Verstärker auch über die Herbstferien hinaus anzuordnen - abhängig vom Infektionsgeschehen. Es sei derzeit nicht abzusehen, wie lange die Verstärker gebraucht würden, sagte Göbel in der Sitzung des Kreisausschusses am Montag. Die hierfür anfallenden Kosten übernimmt der Landkreis selbst. Die nötigen Mittel werden in "angemessener Höhe" in den Haushalt des kommenden Jahres eingestellt. Verstärker fahren bisher vor allem das Gymnasium und die Realschule in Ismaning (Linie 230), das Gymnasium Kirchheim und die Realschule Aschheim (263), das Gymnasium und die Realschule Vaterstetten (240), das Gymnasium Planegg (260), die Gymnasien Ottobrunn und Neubiberg sowie die Realschule Neubiberg (216) sowie von Feldkirchen aus die Realschule Aschheim (234) an. Das Landratsamt prüft zudem laufend, ob weitere Strecken mit Verstärkerbussen bedient werden sollen.

© SZ vom 15.09.2020 / müh

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