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Landkreis:Erneut mehr Arbeitslose

Quote steigt gegenüber Juni 2019 von 2,1 auf 3,2 Prozent

Von Sabine Wejsada, Landkreis

Einen weiteren Zuwachs an Arbeitslosen meldet die Agentur für Arbeit für den Juni: Im Landkreis München sind zum Stichtag Ende des Monats 6201 Menschen ohne Job gewesen. Das ist eine Steigerung um 170 Personen gegenüber dem Mai. Im Vergleich zum Juni 2019 hat sich die Zahl der Arbeitslosen enorm erhöht. Damals waren 3994 Frauen und Männer arbeitslos, das sind 2207 Personen weniger als in der aktuellen Statistik. Die Arbeitslosenquote lag im Juni wie bereits im Mai bei 3,2 Prozent. Im Vorjahresmonat betrug sie noch 2,1 Prozent.

In den einzelnen Personengruppen hat sich die Arbeitslosigkeit recht unterschiedlich entwickelt, allerdings gab es bei allen Anstiege gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Spanne der Veränderungen habe im Juni von plus 45 Prozent bei den 50-Jährigen und Älteren bis plus 170 Prozent bei den 15- bis unter 25-Jährigen gereicht, so die Arbeitsagentur. Besonders von Arbeitslosigkeit betroffen war im Juni der Sektor Kaufmännische Dienstleistungen, Handel, Vertrieb und Tourismus mit knapp 1200 Personen. Demgegenüber stehen 1540 offene Arbeitsstellen, im Vergleich zum Mai ist das ein Rückgang von 95 oder sechs Prozent.

Weiterhin gute Chancen bestehen laut Agentur für Arbeit für Berufsanfänger auf dem Münchner Ausbildungsmarkt, der Stadt und Landkreis betrifft. Bis Juni wurden 10 195 Ausbildungsstellen gemeldet, 4707 davon sind bislang unbesetzt. Dem gegenüber stünden 3209 junge Menschen, die bislang noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. "Gerade jetzt ist wichtig, Ausbildungsverträge abzuschließen, um einerseits den Jugendlichen Sicherheit zu geben und andererseits die Fachkräfte von morgen auszubilden", sagt Wilfried Hüntelmann, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur in München. Jugendlichen, die Fragen haben oder nicht wissen, wie es beruflich oder auch schulisch weitergehen soll, können die Berufsberater aktuell jederzeit unter der gebührenfreien Service-Hotline 0800/455 55 00 erreichen.

© SZ vom 02.07.2020

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