Lärmbelastung Die lauteste Stelle im Ort

Feldkirchen sucht geeigneten Platz für Lärmmessung

Von Anna-Maria Salmen, Feldkirchen

Für die Feldkirchner hat die Nähe zum Autobahnanschluss der A 94 nicht nur Vorteile: Einige Bewohner beschweren sich über den Lärm, besonders in den Gebieten am südlichen Ortsrand soll die Belastung hoch sein. Bereits im vergangenen Jahr hatte daher die SPD-Fraktion im Gemeinderat erfolgreich beantragt, die Lärmbelastung im Ort zu messen. Geplant ist, vorerst ein Jahr lang eine Messstation zu betreiben. Herbert Leiker vom TÜV Süd präsentierte im Gemeinderat nun zwei Optionen, die er vorab geprüft hatte: Demnach könne man die Station im Kindergarten an der Jahnstraße oder am Rathaus aufstellen. Christian Wilhelm (SPD) sah diese Stellen jedoch als ungeeignet an, da sie eher in der Ortsmitte lägen und somit weit von der A 94 als Lärmquelle entfernt seien.

Die Belastung in Autobahnnähe, beispielsweise an der Schwalbenstraße und am Tucherpark, sei schließlich deutlich höher. "Es geht darum, die Feldkirchner Bürger zu schützen", so Wilhelm. Denn die SPD hatte in ihrem Antrag auch angeregt, auf Grundlage der Messergebnisse über geeignete Maßnahmen zum Lärmschutz nachzudenken. So könnten beispielsweise Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Lärmschutzbauten die Belastung senken. Herbert Vanvolsem (CSU) merkte an, dies bei der Suche nach dem Standort für die Station zu berücksichtigen. "Wir brauchen für die Messung den Ort in Feldkirchen, an dem es am lautesten ist, damit wir so viel wie möglich fordern können."

Um diese Stelle zu finden, könnten die Beschwerden der Bürger eine Hilfe sein, wie Simone Krois (Grüne) anregte. Sie schlug vor, die Messstation beispielsweise direkt im Garten eines betroffenen Anwohners aufzustellen. Wilhelm bot an, einige Grundstückseigentümer zu kontaktieren. Der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag mehrheitlich zu und beauftragte die Verwaltung, im Anschluss gemeinsam mit Leiker eines der Grundstücke als Messstandort auszuwählen.