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Kriminalität:Gefährliche Hausdurchsuchung

Zollbeamte finden bei 26-Jährigem mehrere Stichwaffen

Bei einer Hausdurchsuchung im Landkreis München sind Beamte des Hauptzollamts Rosenheim auf mehrere Stichwaffen gestoßen. Die Zollbeamten waren bei einem überschuldeten 26-Jährigen mit einem Durchsuchungsbeschluss angerückt, um pfändbare Wertgegenstände mitzunehmen, nachdem der Mann alle Vollstreckungsmaßnahmen wie Kontopfändung und Besuche von Vollziehungsbeamten ignoriert hatte. Als trotz mehrmaligen Klingelns nicht aufgemacht wurde, öffnete ein Schlüsseldienst die Wohnungstür. Der Mieter selbst war nicht zuhause, was sich - so eine Sprecherin des Zollamts - als Glück erweisen sollte.

Denn bei der Suche nach pfändbaren Gegenständen stießen die Zollbeamten auf mehrere, für den schnellen Zugriff bereitgelegte Stichwaffen sowie ein Drogenbesteck. Die Beamten forderten daraufhin Unterstützung von der Polizei an. Doch noch ehe diese eintraf, tauchte der 26-Jährige Bewohner auf. Dem Zollamt zufolge reagierte er "äußerst ungehalten und aggressiv" auf die Beamten. Den Zöllnern gelang es jedoch, dem offensichtlich unter Drogeneinfluss stehenden Mann alle gefährlichen Gegenständen abzunehmen: so zwei zweischneidige Faustmesser, ein Einhandmesser und einen 40 Zentimeter langen zweischneidigen Dolch.

"Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen können Gefährdungssituationen während Hausdurchsuchungen nie zu 100 Prozent ausgeschlossen werden", sagt Thomas Feirer vom Hauptzollamt Rosenheim. So werde etwa vorher geprüft, ob bei einem Schuldner Schusswaffen registriert sind. "Umso mehr zeigt sich, wie wichtig es ist, vor Ort ein eingespieltes Team um sich zu haben." Mit einem Drogenspürhund der Polizei wurde die Wohnung anschließend nach Rauschgift durchsucht.

© SZ vom 21.07.2021 / SZ
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