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Klimawandel:Konsequenter Umweltschutz

Grüne: Landkreis soll bis 2035 klimaneutral sein

Die Kreistagsfraktion der Grünen fordert in einem Antrag eine "ambitionierte und konsequente Fortsetzung" der Klimainitiative "29 ++" des Landkreises München über das Jahr 2030 hinaus. Die schrecklichen Bilder von Hochwasser und Sturzfluten mit vielen Opfern, vor allem aus dem Westen Deutschlands, zeigten, dass Wetterereignisse bisher ungekannten Ausmaßes zunähmen. Die Wissenschaft sei sich einig, dass diese eine direkte Folge des sich verändernden Weltklimas sei, heißt es in dem Antrag. Auch der Landkreis München werde davon in der Zukunft nicht verschont bleiben. "Deshalb ist es unverzichtbar, in Sachen Klimaschutz noch langfristiger zu denken", sagt Kilian Körner, Grünen-Kreisrat und Zweiter Bürgermeister in Neubiberg.

Wenn es nach den Grünen im Kreistag geht, müssten deswegen neue Ziele und Umsetzungsschritte festgelegt werden. Grundlage sei dabei auch die Einschätzung des Bundesverfassungsgerichts, wonach Klimaschutzkonzepte im Interesse der nachwachsenden Generation längerfristige und konkrete Maßnahmen bis 2050 enthalten sollen. Nach den Worten von Fraktionsvorsitzendem Christoph Nadler wollen die Grünen, dass der Landkreis bis 2035 klimaneutral wird. Dafür müsse geprüft werden, inwieweit die Ziele von "29 ++" sowohl ausreichend ambitioniert, als auch realistisch seien. Der Landkreis kann sich unter anderem an übergeordneten Vorgaben auf internationaler, europäischer, deutscher oder bayerischer Ebene orientieren. Wichtig sei und bleibe dabei allerdings eine gute Abstimmung mit den einzelnen Kommunen, so Nadler.

Den zentralen Fokus möchte die Grünen-Fraktion im Kreistag in Zukunft auf eine noch intensivere Beratung, Betreuung und Motivation von Unternehmen, Privatpersonen und Haushalten im Landkreis legen. Kilian Körner: "Wir merken, dass das Interesse und der Wille etwas zu ändern da ist. Die Aufgabe der Politik muss jetzt sein, neue Ziele zu formulieren und bei deren Umsetzung als aktive Partner zur Seite zu stehen."

© SZ vom 19.07.2021 / sab
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