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Kirchheim:Protest gegen Bahn-Pläne

Wird die Unterführung am S-Bahnhof Heimstetten künftig enger? Das befürchtet die Gemeinde Kirchheim und legt deshalb Protest gegen die Umbaupläne der Bahn ein. Bislang können Reisende und Pendler bequem durch eine drei Meter breite Röhre unter den S-Bahngleisen vom Gewerbegebiet Heimstetten zur Poinger Straße und umgekehrt gelangen. Im Zuge der geplanten barrierefreien Gestaltung der Haltestelle, bei der die Bahnsteige Aufzüge, Rampen und Wartebereiche erhalten, war für die Unterführung ursprünglich lediglich eine Sanierung vorgesehen. Nun aber hat die ausführende Station und Service AG der Bahn ihre Pläne geändert: Die Unterführung soll nun ganz neu gebaut werden und danach nur mehr 2,50 Meter breit sein. Zu schmal, sagt die Gemeinde. Schließlich schickt sich Kirchheim an zu wachsen, allein durch das Großprojekt Kirchheim 2030 werden 3000 zusätzliche Einwohner erwartet. Hinzu kommt, dass im Gewerbegebiet laut der Kommune derzeit etwa 1500 neue Arbeitsplätze entstehen. Außerdem argumentiert die Gemeinde, werde die S-Bahnstrecke perspektivisch auf vier Gleise ausgebaut werden, und auch ein Ringschluss, der S 2 und Flughafenlinien verbindet, wird diskutiert. Nicht zuletzt ist Kirchheim Gastgeber der Landesgartenschau 2024.

© SZ vom 14.08.2020 / gna

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