Kirchheim:Luftreiniger bestellt

Gemeinde stattet Grundschulen mit mobilen Geräten aus

Die Gemeinde Kirchheim stattet die örtlichen Grundschulen mit mobilen Luftreinigungsgeräten aus. Am Dienstagabend hat der Gemeinderat einen entsprechenden Beschluss gefasst. Mehrere Mitglieder des Gremiums betonten die Notwendigkeit einer schnellen Lösung für den bevorstehenden Winter - dass die Geräte so kurzfristig geliefert werden, ist jedoch wenig wahrscheinlich.

Wie die Rathausverwaltung erläuterte, muss aufgrund der Anschaffungskosten in Höhe von insgesamt circa 214 400 Euro für Geräte in 67 Räumen vor dem Kauf eine europaweite Ausschreibung zur Auftragsvergabe stattfinden. Dadurch sei mit einem Beschaffungszeitraum von 15 bis 17 Wochen zu rechnen. Berit Vogel (Grüne) regte daher an, die Ausschreibung zu umgehen: Statte man lediglich die Klassenzimmer und nicht die Fachräume mit den Geräten aus, würden die Kosten möglicherweise unterhalb der Grenze für Ausschreibungen bleiben - die Gemeinde könnte den Auftrag dann schnell selbst vergeben. Das soll geprüft werden.

Ob die Geräte die Situation für die Kinder überhaupt verbessern können, darüber waren sich die Kommunalpolitiker allerdings nicht einig. Einen Mundschutz müssten die Schüler schließlich weiterhin tragen, daran änderten auch mobile Luftreiniger nichts, sagte Beate Neubauer (CSU). Auch das Lüften könne nicht verhindert werden. Michaela Harlander (SPD) sprach sich zwar für den Kauf aus, plädierte aber langfristig für fest installierte raumlufttechnische Anlagen: "Das ist der Königsweg und würde uns auch in Zukunft bei jeder Erkältungswelle helfen."

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB