Ismaning Pioniere gesucht

Die Anmeldung für Gymnasiumsklassen in Ismaning startet

Von Irmengard Gnau, Ismaning

Die Schullandschaft im Münchner Norden ist in Bewegung. Während die Diskussion um das Kirchheimer Gymnasium noch anhält, nimmt das Gymnasium in Ismaning nun Gestalt an. In der kommenden Woche, von Montag, 11., bis Mittwoch, 13. Mai, können Eltern ihre Kinder für das kommende Schuljahr an der neuen Schule anmelden.

Da das Ismaninger Gymnasium zunächst als eine Außenstelle des Garchinger Werner-Heisenberg-Gymnasiums (WHG) betrieben wird, findet die Anmeldung in Garching statt (Montag und Mittwoch von 8 bis 12 Uhr, Dienstag von 8 bis 18 Uhr, Details unter www.whg-garching.de). Das WHG ist auch für den Schulbetrieb der Vorläuferklassen zuständig; bis das Ismaninger Gymnasium voraussichtlich im Herbst 2017 in sein eigenes Schulgebäude, das jetzige Commundo Hotel am Seidl-Kreuz-Weg, einziehen kann, wird Alexander Volkmann aus der Garchinger Schulleitung die Vorläuferklassen koordinieren.

Ihren neuen Schulweg können die Fünftklass-Pioniere aber schon einmal üben, denn die Vorläuferklassen werden in Ismaning zur Schule gehen. Bis das neue Schulhaus vorbereitet ist, ziehen die Ismaninger Gymnasiasten in Container auf dem Gelände der Realschule neben der Turnhalle. Die Container sind bereits von der Sanierung der Mittelschule als Unterrichtsräume erprobt.

Wie viele Fünftklässler dort unterkommen, wird sich kommende Woche entscheiden, wenn die Zahl der Einschreibungen feststeht. Insgesamt sind maximal vier fünfte Klassen mit je höchstens 32 Schülern vorgesehen. Am Zuspruch von Eltern und Schülern hängt auch, welche weiteren Angebote es für die Schüler geben wird. Die inhaltliche Ausrichtung steht hingegen fest: Das Ismaninger Gymnasium wird einen wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Zweig mit Wirtschaftsprofil und einen sprachlichen Zweig haben. Alle Schüler beginnen mit Englisch als erster Fremdsprache, in der sechsten Klasse können sie zwischen Latein und Französisch wählen.

Um organisatorische Dinge wie Mittagessen oder Nachmittagsbetreuung kümmert sich die Gemeinde Ismaning. Im Rathaus wünscht man sich, dass das bis dato rege Interesse am Gymnasium anhält. Am Liebsten würde er "gleich mit drei, vier Klassen" starten, sagte Bürgermeister Alexander Greulich.