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Hohenbrunn:Vorbildliche Förderung

Down-Syndrom-Infocenter zeichnet Awo-Hort in Hohenbrunn aus

Der Kinderhort Phantasia der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Hohenbrunn ist für seine Bemühungen um die Inklusion belohnt worden. Die Einrichtung erhielt eine Auszeichnung des deutschen Down-Syndrom-Infocenters. Kinder würden dort vorbildhaft gefördert und begleitet. Der Kinderhort verfolgt laut Mitteilung der Awo seit Anbeginn ein engagiertes pädagogisches Programm, das alle Kinder mitnimmt. Immer wieder würden nach Kräften auch Kinder mit besonderem Bedarf gefördert, sei es aufgrund ihres Migrationshintergrunds oder anderer Faktoren. Eine Weiterentwicklung habe es zum Schuljahr 2016/17 gegeben, als erstmals ein Kind mit Trisomie 21 aufgenommen worden sei. Bereits im Vorfeld hätten Awo und Eltern einen "bürokratischen Mittelstreckenlauf" absolvieren müssen, bis alle Genehmigungen des Bezirks vorgelegen seien. "Von einem ,Marathon' zu sprechen wäre etwas übertrieben angesichts des guten Willens der Beteiligten", sagt Alexander Steinmann, der Vater des Inklusionskinds Georg. Wolfgang Mathis, Vorsitzender des Hohenbrunner Behindertenbeirats, hält es für "ermutigend und erfreulich", dass der Hort die Anerkennung als Integrationshort gefunden hat. Er hoffe, "dass dies Ansporn für alle Einrichtungen in Hohenbrunn ist, den Weg der Inklusion engagiert weiter voranzuschreiten". Sabine Zilske, Leiterin des Kinderhorts, sagt, "mit der nötigen Perspektive an Personal und Räumen könnten wir uns in Hohenbrunn in Hinblick auf Inklusion weiterentwickeln". Das vergangene Jahr sei für die Einrichtung ein guter Schritt nach vorne gewesen.

© SZ vom 14.07.2017 / SZ
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