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Hohenbrunn:Unterführung soll Gefahr bannen

Freie Wähler fordern Konsequenzen aus tödlichem Unfall in Riemerling

Der tödliche Unfall eines 15-Jährigen vor wenigen Wochen an der S-Bahnstrecke zwischen Ottobrunn und Hohenbrunn hat das Thema wieder in den Mittelpunkt gerückt: Es gibt zwischen dem Bahnhof in Ottobrunn und Hohenbrunn-Dorf keine sichere Querung der Gleise zu Fuß oder per Rad. Der Wunsch nach einer solchen Verbindung zwischen den beiden Riemerlinger Ortsteilen besteht jedoch schon seit mehr als 20 Jahren.

Dass es eine solche nicht gibt, führt dazu, dass immer wieder Personen über die Gleise gehen und das Warnschild an der Bahnlinie am Ortsausgang von Riemerling missachten. Genau diese Gefahr will die Gruppierung ÜWG-Freie Wähler/Bürgerforum nun endgültig bannen. Sie haben einen Antrag in den Hohenbrunner Gemeinderat eingebracht, wonach eine Untertunnelung auf technische Realisierbarkeit geprüft werden soll. Zusätzlich sollte als Sofortmaßnahme eine sehr eindringliche Beschilderung auf beiden Seiten der Gleise erfolgen.

Damit greifen die Lokalpolitiker ein Vorhaben aus dem Jahr 2014 wieder auf. Schon damals hatte die Wählergemeinschaft eine solche Untertunnelung der S-Bahn vorgeschlagen. Damals wurden sogar bereits entsprechende Mittel im Haushalt eingestellt. Nach einer Besichtigung wurde die Planung jedoch eingestellt. Die Ablehnung sei damit begründet worden, dass ein Durchgang unter den Gleisen angeblich technisch nicht realisierbar sei. Die Deutsche Bahn hat im April 2015 laut der Wählergruppe angeboten, dass "sie zur Entschärfung dieser Situation bereit ist, gemeinsam nach einer Lösung zu suchen, die vorhandenen Fußgängerströme zu leiten ohne die Sicherheit für den Eisenbahnbetrieb zu gefährden", womöglich auch in Form "einer neuen Kreuzung".

Laut den beiden Vorsitzenden der Hohenbrunner Wählergemeinschaft, Pauline Miller und Karlheinz Vogelsang, wird es nun höchste Zeit, die versäumten Gespräche mit der Bahn nachzuholen und endlich eine Lösung zur sicheren Überquerung der Bahngleise zu finden und zeitnah zu realisieren. "Aus unserer Sicht ist eine Untertunnelung der Gleise möglich. Der heutige Geh- und Radweg parallel der Gleise und Hohenbrunner Straße wird beidseits auf Unterführungsniveau abgesenkt. Auf östlicher Seite der Gleise ist nur eine einseitige Rampe zum Gehweg notwendig", heißt es in der Erläuterung des Antrags.

© SZ vom 14.10.2020 / stga

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