bedeckt München 18°

Höhenkirchen-Siegertsbrunn:Kostspieliges Prestigeobjekt

Gemeinde hofft auf Förderung für Umbau der alten Apotheke

Es wird ein Schmuckstück. Davon sind alle Gemeinderäte überzeugt. Aber der Umbau der alten Apotheke in Höhenkirchen, für den der Bauausschuss des Gemeinderats zuletzt einstimmig mit der Genehmigung des Bauantrags den Weg frei gemacht hat, ist andererseits auch ein kostspieliges Unterfangen. Der Umbau und die Sanierung im denkmalgeschützten Bestand schlägt da zu Buche. Gemeinderat Peter Guggenberger (CSU), der selbst in der Immobilienbranche tätig ist, hat bei all der Vorfreude auf den jetzt nach langen Verzögerungen beginnenden Umbau die hohen Baukosten bei diesem Projekt beklagt. Er sagte, es habe ihn schon "erschüttert", als er von den 5000 Euro Baukosten pro Quadratmeter gelesen habe. Mit dieser Summe stelle er einen "doppelten Neubau" hin. "Das ist Wahnsinn", so Guggenberger.

Allerdings räumte der CSU-Politiker auch ein, dass es sich um ein Denkmal handle und dieses nach der Sanierung den Ort zieren werde. Gudrun Hackl-Stoll (Grüne) ergänzte, die alte Apotheke sei "ortsbildprägend, tatsächlich".

Stefan Piehlmaier, Techniker im Bauamt, half dann, den Schmerz ob der hohen Kosten etwas zu lindern. Er verwies auf Fördergelder, wegen denen man schon Gespräche geführt habe, und die aus den Töpfen der Städtebauförderung, des Landesamts für Denkmalpflege und der Wohnraumförderung zu erwarten seien. So könne man mit bis zu 200 000 Euro von der Denkmalpflege rechnen. "Das ist ein gut gefördertes Gebäude", sagte Bürgermeisterin Mindy Konwitschny (SPD).

Insgesamt stehen 2,2 Millionen Euro an Brutto-Sanierungskosten im Raum. Bis Ende 2022 soll der Umbau abgeschlossen sein. Die alte Apotheke an der Bahnhofstraße soll ein Familien- und Bürgerzentrum und variabel für viele Generationen nutzbares Gebäude werden, mit einem Gemeinschaftsraum für Vereine, einer Großtagespflegeeinrichtung und Eltern-Kind-Gruppen, sowie Wohnungen für kommunale Bedienstete.

© SZ vom 23.09.2020 / belo

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite