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Höhenkirchen-Siegertsbrunn:Gemeinde gibt bei Realschule Gas

Lokalpolitiker wollen den umstrittenen Standort sichern

Bürgermeisterin Mindy Konwitschny (SPD) und der Gemeinderat in Höhenkirchen-Siegertsbrunn sind gewillt, um die Ansiedlung der Realschule an der Brunnthaler Straße zu kämpfen. Mit einer schnellen Umsetzung der Pläne am Ortsrand wollen sie punkten und auch bei den Kosten dem Zweckverband weiterführende Schulen im Südosten des Landkreises entgegenkommen. Bei einer Vorberatung im Bauausschuss hat sich abgezeichnet, dass man dem Zweckverband einen kostengünstigen Bau anbieten und sich beim Bau von Sportanlagen einbringen möchte.

Gemeinderat Otto Bußjäger (UB) schwang sich zu einem Plädoyer für den Bau der Schule in Höhenkirchen-Siegertsbrunn auf: "Ich möchte ein schnelles Verfahren", sagte er. Der Vorschlag einer Realschule an dem vom Zweckverband kritisch gesehenen Standort am Ortsrand sei der einzige, der "zeitnah" vorliege. "Teurer als eine Schule bei uns im Dorf ist eine Schule im Nachbardorf", sagte Bußjäger. Er wolle das Geld nicht ins Nachbardorf tragen.

Die Höhenkirchner Gemeinderäte sprachen sich tendenziell dafür aus, an dem zur Erweiterung anstehenden Gymnasium und an der neuen Realschule Sportanlagen zu schaffen, sodass beide Schulen autark funktionieren könnten, wie es laut Bürgermeisterin Mindy Konwitschny (SPD) der Zweckverband befürwortet. Zugleich plädierten Bußjäger und Karsten Voges (Grüne) dafür, an beiden Schulen auf eine 400-Meter-Laufbahn zu verzichten, die Bußjäger zufolge besser geschaffen würde, wenn die Sportanlagen der Spielvereinigung Höhenkirchen erneuert würden.

Bürgermeisterin Konwitschny sieht die Gemeinde "auf ganz gutem Weg". Bußjäger lobte die Bürgermeisterin für ihren Einsatz, sich die notwendigen Grundstücke zu sichern. An der Brunnthaler Straße stehen zusätzliche 2000 Quadratmeter Grund zu den bisher vorhandenen 33 000 Quadratmetern in Aussicht. Konwitschny sagte, die Verfahren zur Flächennutzunsplan- und Bebauungsplanänderung liefen. Ein Architektenwettbewerb werde noch bessere Lösungen für die Realschule bringen. Ende Oktober soll das Paket geschnürt sein, das die Gemeinde dem Zweckverband übergibt, damit dieser zur Realschule Position bezieht.

© SZ vom 12.10.2020 / belo

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