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Haar:Fachfrau für Vielfalt

Kerstin Onwuama leitet das Sachgebiet Bildung und Soziales im Rathaus und koordinierte die Betreuung von Flüchtlingen in Haar.

(Foto: Gemeinde Haar)

Kerstin Onwuama wird Integrationsbeauftragte in Haar

Auch wenn das Haarer Rathaus soziale Belange und die Integration von Menschen aus anderen Kulturen immer hochgehalten hat - ein Defizit wurde erst jetzt behoben: Erst seit 1. August dieses Jahres hat die Gemeinde eine Integrationsbeauftragte. Kerstin Onwuama hat diese Funktion zusätzlich zu ihrer leitenden Tätigkeit im Sachgebiet Bildung und Soziales übernommen. Dort soll die Stelle der Integrationsbeauftragten fortan auch angesiedelt sein. Onwuama koordinierte federführend und mit ehrenamtlicher Unterstützung des Asylhelferkreises die Betreuung von Flüchtlingen, die nach 2015 in Haar untergebracht waren. Sie bringe durch diese Arbeit viel Erfahrung mit, heißt es in der Beschlussvorlage zu der Entscheidung, die der Gemeinderat letztens zustimmend zur Kenntnis nah. Zudem sei Onwuama dadurch qualifiziert, dass sie in ihrem Sachgebiet mit dem Thema Inklusion, etwa bei Kindern mit Behinderung, zu tun habe.

Im Leitbild der Gemeinde wird Vielfalt als Chance aufgefasst. Dort heißt es explizit, dass Diskriminierung und Ausgrenzung abzulehnen seien. Die Gemeinde Haar begreife Unterschiedlichkeit als Ressource und Chance. Die Verwaltung richte sich an individuellen Bedürfnissen aus. Auf Basis einer inklusiven Werthaltung stärke man das Gemeinschaftsgefühl. Inklusion sei ein kontinuierlicher Prozess, indem Lernorte für Partizipation und demokratisches Handeln geschaffen würden. Es gelte Bildungsgechtigkeit und Chancengleichheit herzustellen.

Als Integrationsbeauftragte hat sich Kerstin Onwuama vorgenommen, die auf sozialem Gebiet aktiven Organisationen zu vernetzen. Sie möchte Unterstützungssysteme für Menschen mit Migrationshintergrund aufbauen. Intregrations- und Inklusionsthemen sollten in die Mitte der Gesellschaft gebracht werden. Sie möchte nach eigener Aussage bei gegebenem Anlass die Bildung von Helferkreisen anstoßen, wie für die Geflüchteten oder zuletzt in der Coronakrise, als Einkaufshilfen zu organisieren waren.

© SZ vom 11.08.2020 / belo

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