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Grünwald:Keine Lust auf online

Beim Ferienprogramm kommen nur analoge Angebote an

Anfangs war unklar, ob es überhaupt stattfinden könnte. Dann aber konnten Nachbarschaftshilfe und Freizeitpark in Grünwald doch noch ein reduziertes Ferienprogramm auf die Beine stellen. Darüber berichteten Victoria Maerholz vom Freizeitpark und Dido Lutz von der Nachbarschaftshilfe im Gemeinderat.

Was schon immer eifrig diskutiert worden war, nämlich ob die Anmeldung persönlich oder lieber online stattfinden sollte, entschied sich heuer von selbst. Natürlich konnten sich die Eltern nur online anmelden. Wie das denn angekommen sei, wollte Tobias Brauner von den Parteifreien wissen. "Fifty fifty", hieß es. Es habe viele Eltern gegeben, die die persönliche Beratung vermisst hätten. "Dann haben wir doch immer alles richtig gemacht", bemerkte Uschi Kneidl, CSU-Gemeinderätin und Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe. Denn dem Team war es immer wichtig gewesen, die persönliche Anmeldung zu erhalten.

Dass die Menschen die persönliche Begegnung schätzen, zeigte sich auch daran, dass an den in diesem Jahr angebotenen Online-Ferienkursen niemand Interesse hatte. Sie fielen komplett aus. Die analogen Angebote dagegen waren gefragt. Für 265 Teilnehmer wurden 386 Kursplätze gebucht. 36 Prozent der Kurse waren ausgebucht, 47 Prozent gut besucht. Die Gruppen waren wesentlich kleiner, in allen konnte gut Abstand gehalten werden. Das gedruckte Programmheft, das es bisher in einer Auflage von 7800 Exemplaren gab, gab es diesmal nicht. Ausfallen mussten auch das freie Spiel, der Aktivspielplatz, Übernachtungscamps, Ausflüge und Museumsbesuche.

Stattgefunden haben jedoch unter anderem Zaubern, Isar-Drachen bemalen, Marionetten aus Treibholz basteln, Lampenschirme gestalten, Bogenschießen, Faustball, Fußball und Tennis. Alle Indoor-Kurse waren gestrichen worden, alles, was draußen oder in einem großen Zelt auf der Pfarrwiese stattfinden konnte, fand auch statt.

© SZ vom 20.11.2020 / cw
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