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Garching:Start-ups erhoffen sich Unterstützung

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (Mitte) lässt sich von Helmut Schönenberger, Susanne Klatten, Alexander Regnat, Miriam Haerst, Adam Probst und TU-Vizepräsident Thomas Hofmann (von links) Unternehmer-Tum erklären.

(Foto: Catherina Hess)

Bundeswirtschaftsminister Altmaier besucht Gründerzentrum der Technischen Universität - und ist beeindruckt

Bei einem Besuch auf dem Garchinger Forschungscampus hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) betont, welche Bedeutung Unternehmensgründungen haben. In der Einrichtung Unternehmer-Tum, die jährlich circa 50 Start-ups betreut, sagte Altmaier: "Zum ersten Mal haben wir die Situation, dass ein Teil der alten Unternehmen wegfällt, aber neue kapitalstarke Unternehmen nicht mehr unbedingt in Europa, sondern in China und den USA entstehen." Manche der dortigen Start-ups seien so groß, dass sie die Welt veränderten.

Unternehmer-Tum ist eine Einrichtung an der Technischen Universität München, die von der Unternehmerin Susanne Klatten 2002 gegründet wurde. Sie gilt als führendes Gründerzentrum in Deutschland. Drei der hier gegründeten Start-ups stellten beim Besuch dem Minister ihre Konzepte vor. Kiutra hat eine Magnettechnologie entwickelt, um etwa Quantencomputer zu kühlen. Maiot nutzt künstliche Intelligenz, um bei Lastwagen-Flotten die Wartung vorherzusagen, und mit 3D-Druckern stellt Kumovis medizinische Implantate in Reinräumen her. Die Gründer wünschten sich von den Politikern mehr Beratung und Unterstützung bei der Vernetzung auf europäischer Ebene, heißt es in einer Pressemitteilung der TU.

Altmaier wies auch auf das Problem vieler Firmen hin, Risikokapital aufzutreiben. "Der Staat sollte überlegen, wie wir Know-how und Kapital zusammenbringen." Positiv äußerten sich der Vizepräsident der TU Thomas Hofmann und der Geschäftsführer von Unternehmer-Tum, Helmut Schönenberger. Letzter wies auf die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Uni, einem Team mit Gründungserfahrung und dem Industrienetzwerk hin. "Wenn wir zehnmal Unternehmer-Tum hätten, wäre Deutschland gründungsintensiver als die USA", sagte Schönenberger.