Garching:Kerosinunfall soll Konsequenzen haben

Die beiden Landtagsabgeordneten der Grünen aus dem Landkreis, Claudia Köhler und Markus Büchler, fordern Konsequenzen aus dem Kerosinunfall auf dem Forschungscampus der TU in Garching. Dort waren Mitte Juli aus einem unterirdischen Tank mehr als 5000 Liter des umweltgefährdenden Treibstoffs, den die TU in der Turbinenforschung nutzt, ausgelaufen und über das Erdreich ins Grundwasser gelangt. Glücklicherweise hatte sich das Kerosin im Grundwasser nicht sehr schnell ausgebreitet; mit Hilfe von Sanierungsbrunnen wird das kontaminierte Wasser derzeit aus dem Boden gepumpt und gereinigt. Drei von Fachleuten im Abstrom errichtete Messstellen sollen sicherstellen, dass keinesfalls belastetes Wasser in die Isar fließt.

Die Pumpanlage, die das Kerosin aus dem Tank bei Bedarf in ein Labor befördert, war kurz vor dem Vorfall von einer Fachfirma erneuert worden. Ob es dabei womöglich zu Fehlern beim Anschließen gekommen ist oder ob ein technischer Defekt Ursache für den Unfall war, prüft noch die Polizei. Kritik gibt es jedoch an der verspäteten Meldung des Vorfalls durch die TU. Zwar hatte ein Sensor am Tank bereits an besagtem Wochenende des Austritts eine interne Warnung abgesetzt, diese war jedoch ins Leere gelaufen; so entdeckte ein Mitarbeiter erst am Montag den Schaden. Am Dienstagmittag informierte die Universität das Landratsamt. Die Grünen fordern angesichts dessen einen Sicherheitscheck für alle Anlagen mit gefährlichen Einsatzstoffen an der TU sowie ausführliche Auskunft über alle entstandenen Schäden.

© SZ vom 28.08.2021 / gna
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