Bürgerversammlung Gute Anbindung und ein Zentrum

Ismanings Ortsteil Fischerhäuser soll aufgewertet werden

Die Gemeinde Ismaning will einen neuen Versuch starten, das Zentrum von Fischerhäuser an der Freisinger Straße zu gestalten. Gelingen könne dies allerdings nur, wenn auch die privaten Grundbesitzer mitziehen, sagte Bürgermeister Alexander Greulich (SPD) am Montagabend bei der Bürgerversammlung des nördlichen Gemeindeteils.

Dies ist neben der katholischen Kirche insbesondere der Eigentümer des Gasthofs Erber, der sich bereits mehrfach mit weiteren Ausbauwünschen an die Gemeinde gewandt hat. Diesen steht bislang die Isartalschutzverordnung im Wege, deren Geltungsbereich nun aber um einige Meter verringert werden könnte. Man sei diesbezüglich in guten Gesprächen mit dem Landratsamt und lasse die Gestaltungsmöglichkeiten von einem Fachbüro untersuchen, erläuterte Greulich. Ziel der Gemeinde sei aber weiterhin, eine Ortsmitte mit Aufenthaltsqualität für alle Bewohner von Fischerhäuser zu schaffen. Das stünde dem wachsenden Ortsteil durchaus gut zu Gesicht. Fischerhäuser zählt inzwischen 1038 Einwohner, noch einmal gut 570 Menschen leben im Moos, das sind insgesamt mehr als neun Prozent der Ismaninger Bevölkerung.

Dass der Ortsteil auch öffentlich gut erreichbar ist und nicht mehr im teureren Tarif liegt als der Hauptort, wünschen sich einige. Die kommende Tarifreform sehe auf jeden Fall vor, dass es keine Preissprünge mehr innerhalb einer Gemeinde geben solle, sagte die stellvertretende Landrätin Annette Ganssmüller-Maluche (SPD). Wie Ismaning am Ende preislich eingestuft wird, liege freilich in der Zuständigkeit der Münchner Verkehrsbetriebe. Diese entscheiden auch über die Linienführung der Busse, die Fischerhäuser anfahren und über deren Lärm sich eine Anwohnerfamilie beklagte. Bürgermeister Greulich sagte Vermittlungsversuche bei der MVG zu. Ob Pläne, eine Tankstelle mit einem kleinen Verkauf zu errichten, weiter verfolgt werden, wusste er nicht zu beantworten. Dies sei Sache des staatlichen Bauamts.