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Bildungspolitik:Teurer Wechsel vom G 8 zum G 9

Grüne fordern von Staatsregierung Geld für benötigte Schulbauten

Die Grünen im Landkreis wollen die Staatsregierung für Kosten in die Pflicht nehmen, die dem Landkreis durch den Wechsel zum neunjährigen Gymnasium entstehen. Die Grünen-Landtagskandidatin Claudia Köhler kritisiert in einer Mitteilung, dass sich der Übergang zum G 9 jetzt ähnlich wie beim Wechsel zum G 8 vollziehe. Wegen dieser Kehrtwende würden im Landkreis München mehrere neue weiterführende Schulen benötigt. Diese kämen zu den Schulen hinzu, die wegen des Bevölkerungswachstums ohnehin fehlten. Insgesamt würden bis zu dreistellige Millionenbeträge fällig, was der Landkreis über Kredite finanzieren müsse.

Die Grünen-Kreistagsfraktion hat bereits im Juli 2017 einen Antrag mit der Überschrift "Wer zahlt - schafft an!" gestellt. Ihrer Meinung nach muss der Freistaat für Mehrkosten durch das G 9 geradestehen, die das Demografie-Institut SAGS für den Landkreis München mit 53 Millionen Euro beziffert. Diesem Antrag mit Beschluss im Bauausschuss folgte laut Mitteilung der Grünen die Ankündigung des Kultusministeriums, nach der Sommerpause eine Finanzierungszusage zu geben. "Wir wissen bis heute nicht, wer die Zeche am Ende zahlt. Die Planungen müssen aber jetzt laufen, um pünktlich zu greifen", sagt der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag, Christoph Nadler.

Claudia Köhler sieht Kommunen im nördlichen Landkreis in Schwierigkeiten, wo Schulen geplant sind: "Aschheim, Unterföhring, Haar oder Unterschleißheim - hier kommen zusätzlich noch Kosten für mehr Schüler, vermehrte Schulsozialarbeit und die Mittagsverpflegung auf den Landkreis München zu." Von der Infrastruktur für Digitalisierungskonzepte im Unterricht haben man da noch gar nicht gesprochen.