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Baierbrunn:Kurzes Revival

Während der Baierbrunner Christkindlmarkt für dieses Jahr bereits abgesagt ist, gilt das - zumindest noch nicht - für die Buchenhainer Waldweihnacht.

(Foto: Claus Schunk)

Der Christkindlmarkt fällt ein Jahr nach seinem Restart diesmal wieder aus

Von Patrik Stäbler, Baierbrunn

Ein Jahr nach der Wiederbelebung fällt der Baierbrunner Christkindlmarkt heuer wegen der Corona-Krise aus. Das hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen. Nachdem der Kulturverein Isartal (KVI) mitgeteilt hatte, dass er diesmal nicht als Veranstalter zur Verfügung stehe, habe man im Rathaus geprüft, inwiefern die Gemeinde einspringen könne, berichtete Bürgermeister Patrick Ott von der Überparteilichen Wählergruppe. Unter anderem habe man erwogen, den Markt vom Rathaus in die Bahnhofsstraße und möglicherweise die Oberdiller Straße auszuweiten. Doch zum einen habe man die Sorge gehabt, dass angesichts der Absagen vieler Märkte in der Region "Massen von Leuten" nach Baierbrunn kommen würden, so Ott. Auch stelle sich die Frage: "Ist so ein auseinandergerissener Christkindlmarkt überhaupt noch ein Christkindlmarkt?"

All dies plus die steigenden Infiziertenzahlen haben nun also zur Absage geführt. Diese sei "wahnsinnig schade", sagte Ott mit Blick auf den Neustart im Vorjahr. Zuvor hatte der Christkindlmarkt 30 Jahre lang auf dem Rothmeier-Bauernhof stattgefunden, ehe die Auflagen dies nicht mehr möglich machten. In der Folge trat der KVI als neuer Betreiber auf und organisierte 2019 die Veranstaltung unter Mithilfe der Gemeinde erstmals in den Innenhöfen des Rathauses. Zwar sei damals "noch nicht alles optimal gelaufen", räumte Ott ein. "Aber der ganze Ort war begeistert, dass wir wieder einen Christkindlmarkt haben." Dieser solle nächstes Jahr auch wieder stattfinden, darin war sich der Gemeinderat einig. Überdies könnte im Sommer eine Baierbrunner Dult ihre Premiere feiern. So kündigte Christine Kammermeier (SPD) einen entsprechenden Antrag für die nächste Sitzung an.

© SZ vom 28.10.2020

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