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Baierbrunn:Das volle Raumprogramm

Die Gemeinde Baierbrunn will bei der Erweiterung des Sport- und Bürgerzentrums nicht auf einen Keller verzichten

Von Patrik Stäbler, Baierbrunn

Die Gemeinde Baierbrunn will ihr Sport- und Bürgerzentrum auf dem Wirthsfeld um einen Neubau mit Umkleiden und einem Gymnastikraum erweitern. Die entsprechenden Pläne, die auch eine öffentlich zugängliche Toilette sowie einen Keller für das Gebäude vorsehen, hat der Gemeinderat mit großer Mehrheit beschlossen. Nun soll die Verwaltung prüfen, inwiefern Fördermittel für das Vorhaben beantragt werden können. Im Anschluss muss der Gemeinderat dann endgültig über den Neubau entscheiden. Die Kosten schätzt das Bauamt auf knapp 1,9 Millionen Euro.

Ohne Unterkellerung würden sich diese Summe auf gut 1,5 Millionen Euro verringern, rechnete Bauamtsleiter Patrik Kohlert in der Gemeinderatssitzung vor. Um dennoch die vom SC Baierbrunn geforderten Räumlichkeiten zu schaffen, könnte man die bisher ungenutzte Galerie im bestehenden Gebäude zu einem Besprechungszimmer umfunktionieren, schlug Kohlert vor. Die Lagerflächen, die im Keller vorgesehen wären, ließen sich ihm zufolge in einer Garage nahe der Sportbahn schaffen. Mit dieser Lösung könnte sich die Gemeinde die Unterkellerung des Neubaus und somit "circa eine Viertelmillion Euro sparen", sagte der Bauamtsleiter. Allein die Gemeinderäte hielten wenig von dieser Idee. "Ich würde auf alle Fälle das Geld investieren", bekräftigte Alexander Lechner von der Überparteilichen Wählergruppe (ÜWG). Und auch Uwe Harfich (SPD) sagte: "Ich bin klar für eine Vollunterkellerung. Den Platz können wir immer brauchen."

Letztlich stimmte der Gemeinderat daher für eine Variante mit Keller, in dem Lagerräume und ein Besprechungszimmer untergebracht werden sollen. Im Obergeschoss ist ein gut 100 Quadratmeter großer Gymnastikraum angedacht, während die Pläne im Parterre eine Geschäftsstelle für den Sportverein, Umkleiden und eine Toilette mit Außenzugang vorsehen. Diese wäre "für die ganze Sportanlage sehr wichtig", sagte Bürgermeister Patrick Ott (ÜWG). Hinsichtlich einer Förderung des Projekts gebe es zwei mögliche Programme, sagte Bauamtsleiter Kohlert. Bei dem ersten würden 90 Prozent der Kosten bezuschusst, jedoch seien die Chancen, dass Baierbrunn hier zum Zug komme, eher gering. Bei dem zweiten Fördertopf, für den sich die Gemeinde ebenfalls bewerbe, liege die Förderquote bei 45 Prozent.

Bereits beschlossen hat der Gemeinderat derweil, dass im Sport- und Bürgerzentrum der Tanzboden ausgetauscht werden soll. Zwischenzeitlich habe man überlegt, damit bis nach der Maimusi zu warten, sagte Ott. Doch nachdem diese wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben werde und im Winter daher keine Proben stattfänden, wolle man den Austausch jetzt durchzuziehen. Die Kosten für den neuen Tanzboden liegen bei cetwa 20 000 Euro. Auf Antrag der Grünen beschloss der Gemeinderat, das Holz aus zertifizierter und nachhaltiger Forstwirtschaft zu beziehen.

© SZ vom 30.10.2020

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