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Aying:Grüne kritisieren Windkraft-Gegner

Mit seinem klaren Bekenntnis zum Ausbau der Windkraft im Hofoldinger Forst hat der Ayinger Gemeinderat Freude und Zuversicht im Lager der Kreistagsfraktion der Grünen ausgelöst. "Danke, Aying!" titeln die Grünen eine Pressemitteilung, in der sie den Ayingern auf die Schulter klopfen und gleichzeitig die Dringlichkeit des Klimaschutzes betonen. Das "Ja" zur Windkraft sei ein zentraler Schritt, um das Waldsterben aufzuhalten. Vergangene Trocken- und Hitzejahre hätten den Bäumen stark zugesetzt. Nach Ansicht von Fraktionschef Christoph Nadler ist der wenige Tage vor dem Ayinger Ja erfolgte Ausstieg der Gemeinde Brunnthal aus der Arbeitsgemeinschaft Windkraft nicht der Sorge um den Erhalt des Fichtenwaldes geschuldet; stattdessen habe eine "kleine, radikale Gruppe" den Ausbau der Windkraft aus grundsätzlicher Ablehnung der Energiewende vor der eigenen Haustüre verhindert. Die Windkraft im Hofoldinger Forst ist auch nach Ansicht der Landtags-Grünen ein effektives Mittel im Kampf gegen die Klimaerwärmung. "Wir wollen im Landkreis München unabhängig werden von klimaschädlichem Strom aus Kohle, Öl und Gas", erklärt die Unterhachinger Abgeordnete Claudia Köhler zum zehnten Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Fukushima

© SZ vom 12.03.2021 / mm
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