Aying Ein ganzer Ort trauert

Stilles Gedenken an dem Unglücksort in Trautshofen bei Aying.

(Foto: Claus Schunk)

Merkel und Söder kondolieren Familie des Ayinger Buben

Die Trauer und der Schmerz lassen sich kaum in Worte fassen. "Das ist der tragischste Fall, den ich in meinen 30 Jahren bei der Feuerwehr erlebt habe", sagt Hans-Peter Huber, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Helfendorf. Huber war mit seinen Kameraden am Donnerstagnachmittag im Einsatz, als ein neunjähriger Bub im Ayinger Weiler Trautshofen starb, nachdem er von einem umstürzenden Baum begraben worden war. Die Rettungskräfte und zwei Notärzte versuchten vergeblich, den Buben zu reanimieren.

Der Bub war am frühen Nachmittag gegen 13.40 Uhr auf dem Nachbargrundstück zum Haus der Familie alleine unterwegs, als der Baum wohl aufgrund der massiven Schneelast umstürzte und ihn begrub. Erst etwa 40 Minuten später fand der Nachbar den Jungen unter dem Stamm, als er diesen aus dem Weg räumen wollte. Er verständigte umgehend den Rettungsdienst. First Responder der Feuerwehr begannen mit der Reanimation, Notärzte kamen hinzu und auch ein Rettungshubschrauber kam zu Hilfe. Eine Stunde später mussten die Helfer ihre Bemühungen jedoch erfolglos einstellen. "Er war zu lange unter dem Baum begraben", sagt einer von ihnen.

Das Unglück berührt die Ayinger tief. Bürgermeister Johann Eichler war noch am Nachmittag zur Familie des Jungen geeilt, und auch die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr versuchten zu helfen und zu trösten. Der Vater des Buben ist selbst seit vielen Jahren Mitglied der Feuerwehr. "Die Familie ist im ganzen Ort bekannt und beliebt, und auch den Buben mochte jeder", sagt einer der Freiwilligen am Tag nach der Tragödie. Wann der Bub beerdigt wird, steht noch nicht fest; für ihn wird zunächst ein Rosenkranz gebetet. Sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sprachen der Familie am Freitag ihr Beileid aus. Währenddessen führt die Kriminalpolizei ihre Ermittlungen zur Unglücksursache fort.