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Asphalttrasse in Prüfung:Schnell durch Neukeferloh

Grasbrunn zeigt sich offen für Radwegpläne der Grünen

Der von den Grünen angestoßene "schnelle Radweg" von Ebersberg zum Ostbahnhof kommt Stück für Stück voran. Nach Vaterstetten will auch Grasbrunn prüfen, inwiefern der Ausbau eines solchen Wegs auf Gemeindegebiet möglich ist und welche Kosten damit verbunden sind. Der Grasbrunner Gemeinderat beschloss am Dienstagabend einstimmig, die Kosten für eine mögliche Asphaltierung und Beleuchtung zu ermitteln. Die Grünen zeigten sich im Anschluss erleichtert und überrascht über das Votum. Laut ihrer Gemeinderätin Mitchell Nelson hatten sie nach Vorgesprächen mit den anderen Fraktionen eine "spannende Diskussion" erwartet. Die blieb vollends aus.

Konkret geht es nur um einen kleinen Teilabschnitt bei Neukeferloh zwischen dem westlichen Ausläufer des Veilchenwegs in Vaterstetten und der Unteren Parkstraße in Haar. Bei diesem handelt es sich um einen Kiesweg an der Bahn, der bereits von Radfahrern und Fußgängern genutzt wird. Um ihn für Fahrradpendler auszubauen, müsste er allerdings befestigt werden. Dazu muss die Gemeinde zunächst erst einmal die Eigentumsverhältnisse an dem Weg klären. Im Rathaus geht man zudem davon aus, dass der durch eine Asphaltierung entstehende Eingriff in die Natur anderswo ausgeglichen werden muss.

Der von den Grünen im April in die Diskussion gebrachte "schnelle Radweg" führt soweit wie möglich nahe an den Bahngleisen entlang, über aufgelassene Gleise und Wirtschaftswege, die der Partei zufolge "mit wenig Aufwand zu gut befahrbaren Radwegen abseits des Autoverkehrs aufgewertet werden" könnten. An der Baumkirchner Straße in Berg am Laim, der Schwablhofstraße in Trudering, der Schneiderhofstraße in Gronsdorf, der Vockestraße (B 471) in Haar sowie der Möschenfelder Straße in Vaterstetten wären jedoch Brückenbauten notwendig. Dennoch halten die Grünen ihren "schnellen Radweg" für deutlich rascher und kostengünstiger umsetzbar als eine echte Radschnellverbindung oder erst recht einen aufgeständerten Radweg über der B 304, wie ihn die CSU-Bürgermeister von Haar und Vaterstetten vorgeschlagen haben.

Der bereits existierende Radweg entlang der B 304 ist nach Ansicht der Grünen jedenfalls nicht ausreichend, das steigende Mobilitätsbedürfnis zu befriedigen. Die Ampelschaltung entlang der B 304 sei auf Autofahrer ausgelegt, außerdem sei die Verkehrssituation durch abbiegende Autos für Radler gefährlich, sagte der Grasbrunner Grünen-Gemeinderat Jonas Meißner. Die Alternative über Ottendichl und den Riemer Park wiederum sei zwar "schöner und sicherer", aber für Berufspendler zu weit.

© SZ vom 02.07.2021 / lb
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