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Aschheim:Post erweitert Paketzentrum

In der Gemeinde soll erstmalig ein Lkw-Parkhaus entstehen

Von Christina Hertel, Aschheim

Die Deutsche Post will ihr Paketzentrum in Aschheim erweitern. Das gab sie bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend bekannt. Auch für Aschheim soll das Vorteile haben: Durch größere Parkflächen soll es in Zukunft weniger häufig vorkommen, dass Fahrer ihren Lastwagen einfach irgendwo in der Gemeinde abstellen. Um wie viel der Lastwagenverkehr durch den Ausbau des Paketzentrums zunimmt, sagte Jörg Henke, bei der Deutschen Post für Immobilien Neubau zuständig, in der Sitzung allerdings nicht.

Weil immer mehr Menschen Waren im Internet bestellen, stoße das Paketzentrum an seine Grenzen, sagte Henke. In Bayern gibt es zwar neben Aschheim auch in Augsburg und Regensburg Paketzentren, doch die reichten nicht aus. Die Post suche deshalb einen weiteren Standort zwischen Nürnberg und München. Ein neues Zentrum dort sei aber frühestens in fünf Jahren fertig. Deshalb müsse die Post in Aschheim jetzt erweitern. Längerfristig sollen ein neues Sortierzentrum und ein Lkw-Parkhaus entstehen.

"So etwas gibt es bis jetzt nur in Paris", sagte Henke. 60 Lastwagen sollen dort parken können. Außerdem soll es in Zukunft 350 Parkplätze für Mitarbeiter und 360 Stellplätze für Container geben. Momentan sind es 130. Eines der neueren Gebäude, das erst vor zirka fünf Jahren fertig wurde, muss dafür abgerissen werden. Das sei notwendig, weil die Post möglichst wenig neue Flächen versiegeln, sondern lieber nachverdichten möchte. Vor 2022 rechnet die Post nicht mehr einer Fertigstellung. Die Parkflächen beim Möbelhaus XXXLutz, wo für den Übergang Lkw abgestellt werden, sollen bereits im November fertig sein. Davon erhofft sich die Post eine Entspannung während des Weihnachtsgeschäfts. Vergangenes Jahr wurden in der Hochphase in Aschheim rund 600 000 Sendungen in 24 Stunden bearbeitet.

© SZ vom 26.10.2019
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