Altkleider Stoff für Wohltaten

In Haar sammelt neuerdings der Diakonia-Betrieb

Die Gemeinde Haar arbeitet bei der

Verwertung von Textilien seit diesem Jahr mit dem sozialen Integrations- und Beschäftigungsbetrieb Diakonia Secondhand zusammen. Dessen Sammelcontainer sind neuerdings auf den örtlichen Wertstoffinseln zu finden. Bei der Neuvergabe der 16 Stellplätze war das Rathaus nach eigenen Angaben daran orientiert, ein Zeichen für Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung, Transparenz und Fairness setzen. Der neue Partner gehe verantwortungsbewusst, sozial verträglich und umweltfreundlich mit den Kleiderspenden aus der Bevölkerung um, heißt es.

So ist die Diakonia Secondhand Mitglied bei Fair-Wertung, einem bundesweiten Zusammenschluss von mehr als 115 gemeinnützigen Organisationen, die sich zur Einhaltung von Standards für eine faire und transparente Weiterverwertung von Altkleidern verpflichtet haben. Einen großen Pluspunkt sieht Umweltreferent Andreas Nemetz einer Mitteilung aus dem Rathaus zufolge in der Tatsache, dass die Haarer Textilsammelcontainer künftig durch den eigenen Fuhrpark der Diakonia GmbH angefahren werden und der Inhalt von dort direkt in das Logistikzentrum am Stahlgruberring transportiert wird.

Im Logistikzentrum werden die Kleidungsstücke von 30 Mitarbeitern sortiert, wenn nötig gewaschen und gebügelt, und anschließend an die hauseigenen Secondhand-Läden oder die Kleiderkammern der Diakonia verteilt. Kleiderspenden, die weder verkauft noch verschenkt werden können, werden über die Partnerorganisation Fair-Wertung weitervermittelt. Die Erlöse daraus fließen wieder zur Diakonia zurück. Auf diese Weise werden für mehr als 400 Menschen, die sich in einer schwierigen sozialen Lage befinden oder wegen Beeinträchtigungen keinen Job finden, Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen. Als sozialer Integrations- und Beschäftigungsbetrieb habe es sich die Diakonia auf die Fahnen geschrieben, heißt es, Menschen zu stärken, ihnen eine berufliche Neuorientierung zu geben, sie zu qualifizieren und auszubilden, so dass sie wieder Fuß im Leben fassen können.