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Laim:Schönheitskur für den Hönigschmidplatz

Kahl und asphaltiert ist die Fläche des Hönigschmidplatzes, der die Senftenauerstraße auf Höhe der Agricolastraße unterbricht und das südwestliche Laim von Kleinhadern trennt. Die Grünen im Laimer Bezirksausschuss (BA) forderten in der jüngsten Sitzung eine Neugestaltung. Im Vordergrund steht eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität. Denn mit Geschäften der Nahversorgung sei der Platz bereits ein "sehr wichtiger Quartiersmittelpunkt". Auch die Verkehrssituation für Fußgänger und Radfahrer soll entschärft werden. Dabei soll die Barrierefreiheit stärker berücksichtigt werden, betonte die Fraktionssprecherin der Grünen, Stefanie Junggunst. Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung soll für die Umgestaltung einen Gestaltungswettbewerb ausloben. Wichtig ist dem BA auch eine frühe Beteiligung der Bürger.

Der Antrag wurde mehrheitlich im Stadtteilgremium angenommen, eine der zwei Gegenstimmen kam von Ernst-Wolfram Schendel (CSU). Er befürchtet, dass bei einer Neugestaltung Parkplätze für die Anwohner weichen müssten.

Bis es jedoch zu konkreten Planungen kommt, könnte es möglicherweise noch Jahre dauern. Denn mit einer schnellen Umsetzung rechnen die Kommunalpolitiker nicht. Eine Umgestaltung könne teuer werden, gab SPD-Fraktionssprecher Carsten Kaufmann zu bedenken. Die Stadt habe derzeit nicht die finanziellen Mittel für ein solches Projekt übrig.

Der Antrag sei nun als "Anstoß" zu verstehen, die Umgestaltung voranzutreiben, bekräftigte BA-Chef Josef Mögele (SPD). In die Planungen werde man auch den Nachbarbezirk Hadern einbeziehen.

© SZ vom 18.11.2020 / csp
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