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Laim:Feuerwehr auf Sparflamme

Stadtteilpolitiker fordern Auskunft über die Pläne für die Wachen

Die im Stadtrat beschlossenen Sparmaßnahmen haben beim Laimer Bezirksausschuss (BA) reichlich Fragen aufgeworfen. Anlass zur Sorge bereiten den Stadtteilpolitikern insbesondere die angekündigten Einsparungen bei den Feuerwehren in Laim und den Nachbarvierteln. Rund 187 Millionen Euro weniger will die Stadt künftig in die Münchner Brandwachen investieren. Wie sich diese Einsparungen konkret auswirken, sei jedoch völlig unklar, erläutert BA-Chef Josef Mögele (SPD). In einer Anfrage an die Stadtverwaltung fordert das Gremium nun Aufklärung. "Die Befürchtung besteht, dass die Sparmaßnahmen ohne Augenmaß erfolgen und die Sicherheit der wachsenden Bevölkerung im Münchner Westen konkret gefährden", so die Begründung. Die Kommunalpolitiker haben deshalb einen Fragenkatalog aufgestellt. Es geht darin etwa um die künftige Ausstattung der Feuerwachen und die Modernisierungspläne. Zudem treibt die Laimer die Sorge um, wie es mit den Planungen für die neuen Feuerwehrstandorte im Münchner Westen weitergeht. In einem zusätzlichen Antrag fordern sie die Stadt auf, dazu Stellung zu nehmen. Geplant war, das marode Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr in Großhadern zu sanieren und die Standorte der Berufsfeuerwehren im Westend sowie in Pasing zu verlegen. Zwar kursierte das Gerücht, dass für die Dauer von vier bis fünf Jahren eine Übergangslösung in Laim geplant werde. Doch wo die neue Feuerwache in dem dicht besiedelten Bezirk errichtet werden soll, ist dem BA nicht klar. Zuletzt war diskutiert worden, den Pasinger Standort durch neue Feuerwachen in Aubing und Allach-Untermenzing zu ersetzen.

© SZ vom 14.10.2020 / csp
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