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Laim:Ende der Geduldsprobe

Das Thomas-Wimmer-Haus hat endlich einen neuen Lift

Es ist vollbracht. Beinahe religiöse Züge hat in Laim das Warten auf ein vergleichsweise alltägliches Bauwerk angenommen: den Ersatzaufzug für das Thomas-Wimmer-Haus an der Burgkmairstraße. Hier wohnen über sieben Stockwerke verteilt gebrechliche, ältere und behinderte Menschen mit kleinem Haushaltsbudget. Der bestehende Lift in dem maroden Nachkriegs-Haus in der Siedlung Alte Heimat ist in der Vergangenheit so oft ausgefallen, dass die Bewohner teilweise auf ihren Stockwerken gefangen waren und mit Hilfe eines Tragedienstes ins Erdgeschoss gebracht werden mussten. Denn dort unten befinden sich die einzigen Duschen und Bäder der Anlage. Die Mieter brauchten einen sehr starken Glauben, um eine Besserung zu Lebzeiten in Betracht zu ziehen. Nach jahrelangem Zögern und mancher Planungspanne haben das zuständige Kommunalreferat und die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewofag es nun geschafft. Vor wenigen Tagen ist Lift Nummer zwei im Haus zum ersten Mal gefahren.

Gehöriger Druck von Seiten der Stadtviertel-Politik und zuletzt auch aus dem Stadtrat selbst sowie der Bewohner-Vertretung, dem Arbeitskreis Alte Heimat, hatte der Sache wohl den entscheidenden Schub verliehen. Einige Abgeordnete der jeweiligen Gremien verfolgten dann auch die Jungfernfahrt des modernen Lifts, den Kommunalreferent Axel Markwardt persönlich in Gang setzte. Er erinnerte daran, dass schon vor vielen Jahren begonnen worden sei, den alten Lift zu sanieren. Was dennoch keinen reibungsfreien Fluss garantiert habe. Das marode Trum stotterte immer wieder, manche Ersatzteile waren für das Modell gar nicht mehr zu haben. Weshalb ein zweiter Lift ins Gespräch kam.

Bei der Inbetriebnahme bedankte sich Kommunalreferent Markwardt bei den Bewohnern des Thomas-Wimmer-Hauses ausdrücklich für ihre Geduld und das beharrliche Abwarten. Neben dem installierten Fahrstuhl wurde auch der Eingangsbereich der in den Fünfzigerjahren gebauten Siedlung neugestaltet und mit Rampen für Rollstuhlfahrer ausgestattet. Denn bislang war auch der Zugang zum Gebäude nicht barrierefrei.