bedeckt München
vgwortpixel

Laim:Ausgebollert

Internale Laim  2015 im Interim Phil Vetter und Band

Hübsch, aber sanierungsbedürftig: Auch eine neue Heizungsanlage bräuchte die Kulturbühne Interim.

(Foto: Silvia Werhahn/oh)

Lokalpolitiker fordern neue Heizungsanlage fürs Interim

Manch einer findet es romantisch, das Bollern des alten Ofens. Dem Team des Kulturhäuschens Interim am Laimer Anger vergeht die Nostalgie spätestens dann, wenn das Ding wieder mit Öl vollläuft und es einer abpumpen muss - zumeist im Blaumann. Eine "zeitgemäße Heizung" forderte deshalb der Laimer Bezirksausschuss auf Initiative der SPD.

Die Bühne sei die Kultureinrichtung im Viertel schlechthin, feierte im Herbst 30-jähriges Bestehen und müsse noch wie in den Anfangstagen mit mehreren Einzelöfen gewärmt werden. "Ein Zustand, der den Betreibern und Besuchern schon viel zu lange zugemutet wird", argumentierten die Antragsteller. Wolfram Schendel (CSU) hätte den Antrag in der Sitzung des Bezirksausschusses gerne ausgeweitet. Es brauche ein ganzes Sanierungskonzept für die Einrichtung, Decke und Boden müssten auch miteinbezogen werden. Fraktionskollege Alexander Schöttl riet, "weitergehende Maßnahmen auch mit den Betreibern zu besprechen". In der Übergangszeit würden zusätzlich auch Heizlüfter aufgestellt. Ausschussvorsitzender Josef Mögele (SPD) bremste. Erst solle man ausschließlich eine neue Heizung fordern, dafür habe Oberbürgermeister Dieter Reiter bei seinem Besuch im Haus vergangenes Jahr bereits Zustimmung signalisiert, und nicht den guten Willen der Stadt im ersten Schritt schon überstrapazieren. Angehängt an den SPD-Antrag wurde aber nach allgemeinem Wunsch der Hinweis von Jutta Hofbauer (Grüne), dass die Bausubstanz durch die unregelmäßige Beheizung beziehungsweise die Temperaturänderungen geschädigt werde.

© SZ vom 22.01.2020
Zur SZ-Startseite