Kriminalität:Mitarbeiter handeln in der Oper mit Drogen

Kriminalität: Blick über den Max-Joseph-Platz auf die Bayerische Staatsoper.

Blick über den Max-Joseph-Platz auf die Bayerische Staatsoper.

(Foto: Imago)
  • Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen zwei Mitarbeiter der Bayerischen Staatsoper erhoben.
  • Ihnen wird vorgeworfen, in den Räumen der Oper mit Marihuana gehandelt zu haben.
  • Die Staatsoper hat den beiden Männern gekündigt.

Zwei Mitarbeiter der Bayerischen Staatsoper sollen mit Drogen gehandelt haben. Wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I, Judith Henkel, am Freitag einen Medienbericht bestätigte, ist gegen einen der Männer bereits Anklage erhoben worden.

Er wird sich kommende Woche am Münchner Amtsgericht wegen unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln in teils nicht geringer Menge verantworten müssen. In einem Fall soll ein Drogengeschäft in der Oper abgewickelt worden sein. Die Staatsoper hat dem 47-jährigen Orchesterwart und dem anderen mutmaßlichen Dealer, es handelt sich um einen Bühnenhandwerker, mit sofortiger Wirkung gekündigt.

Der Orchesterwart hat ein Geständnis abgelegt

Die Anklage wirft dem Orchesterwart vor, von dem anderen Beschuldigten im Januar vorigen Jahres 150 Gramm Marihuana gekauft zu haben. Das Gras soll in den Räumen des Nationaltheaters übergeben worden sein. Bei einer Durchsuchung der Wohnung des Mannes fanden Rauschgiftermittler angeblich neben Marihuana auch LSD. Er soll ein Geständnis abgelegt und darin eingeräumt haben, dass er die Drogen weiterverkaufen wollte. Zum Ermittlungsstand im Verfahren gegen den Bühnenhandwerker wollte sich die Staatsanwaltschaft nicht äußern.

Christoph Koch, Sprecher der Staatsoper, sagte, den beiden Männern sei nach Bekanntwerden der Vorwürfe gekündigt worden. "Wir tolerieren keine Drogen im Haus", sagte Koch. Spekulationen der Bild, wonach in der Oper sogar in größerem Umfang gedealt worden sein soll, auch mit härteren Drogen wie Kokain und Heroin, wies Sprecher Koch zurück. Ebenso verwahrte er sich gegen Vermutungen, wonach zum Kundenkreis der Dealer auch Opern-Besucher gehört haben sollen.

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