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Kooperation mit BMW und Siemens:Stadt will autonomes Fahren erproben

Die Stadt will zusammen mit Unternehmen wie BMW, Siemens oder dem Paketzusteller UPS in mehreren Stadtvierteln südlich des Hauptbahnhofs nachhaltige Mobilitätsformen voranbringen - und dabei auch das autonome Fahren erproben. So will BMW im Rahmen des Projekts unter anderem die möglichen Potenziale von autonomem Fahren bei E-Carsharing-Fahrzeugen erforschen. Dazu soll auch ein autonom fahrendes E-Carsharing-Auto entwickelt, gebaut und erprobt werden. Die Stadt wiederum will das unterstützen, indem sie unter anderem mehrere E-Carsharing-Stationen errichtet.

Das Testfeld umfasst das Glockenbach- und das Dreimühlenviertel, Untersendling sowie Teile der Isarvorstadt und der Ludwigsvorstadt. Ziel des Ganzen ist es, Strategien und Konzepte zu entwickeln, um mehr Menschen zum Verzicht auf das eigene Auto zu bewegen. Am Ende soll das Modellprojekt zeigen, ob die neuen Mobilitätskonzepte angenommen werden, ob diese dazu beitragen, den Straßenraum anders zu nutzen - und ob sie möglicherweise auch auf andere Stadtviertel übertragbar sind, wie Stadtbaurätin Elisabeth Merk in ihrer Vorlage für den Stadtrat schreibt. Das Projekt ist auf vier Jahre angelegt; um es durchzuführen, sollen im Planungsreferat zwei befristete Stellen geschaffen werden. Das Bundesumweltministerium fördert das Projekt. An diesem Mittwoch soll der Stadtrat darüber entscheiden.

Der Logistikdienstleister UPS wiederum soll zusammen mit den städtischen Planern Konzepte entwickeln, die dabei helfen, den zunehmenden Lieferverkehr in den Wohnvierteln einzudämmen. Verkehrsplaner der Stadt wie auch Fachleute der Industrie- und Handelskammer (IHK) sehen mit Sorge den stetig wachsenden Trend zum Einkauf im Internet. Dadurch wachse stadtweit auch die Zahl der Zustellfahrzeuge von Anbietern wie UPS, DPD oder DHL. In den Projektvierteln will UPS nun Verteilcontainer aufstellen, die per Lkw täglich beliefert werden. Anschließend sollen dann UPS-Boten mit zwei- oder dreirädrigen Elektro-Lastenfahrrädern ausschwärmen und die Pakete an die Haushalte zustellen. Forscher der Technischen Universität Dresden sowie des Berliner Instituts für Urbanistik sollen ermitteln, ob sich der Lieferverkehr so "ökologischer und verträglicher für die Bewohner abwickeln lässt", schreibt Merk in ihrer Vorlage für den Planungsausschuss des Münchner Stadtrats.

© SZ vom 06.07.2016
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