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Kinderfilm:Ritterburg für alle

In dem Mehrgenerationen-Film "Max und die Wilde 7" lösen Jung und Alt gemeinsam einen Kriminalfall.

Von Josef Grübl

Film Still

Sie lösen den Fall auf jeden Fall: Max (Jona Eisenblätter) und seine Schulfreundin Laura (Stella Phoebe Käthe Brückner).

(Foto: Leonine)

Als Fahrradfahrer kennt man solche peinlichen Situationen: Da quält man sich keuchend einen Berg hoch - und dann zieht irgendein Supersportler mitleidig grinsend an einem vorbei. Ähnlich ergeht es dem neunjährigen Max (Jona Eisenblätter) in der Kinderbuchverfilmung Max und die Wilde 7: Er ist gerade erst mit seiner Mutter auf eine hoch gelegene Ritterburg gezogen, die selbst für geübte Radler eine Herausforderung ist. Max tritt also kräftig in die Pedale, als eine ältere Dame lässig an ihm vorbeifährt. "Na, lässt du dich von jeder alten Schachtel überholen?", fragt sie. So lernt Max Vera (Uschi Glas) kennen, die ebenfalls auf dem Berg wohnt - genauer gesagt in dem Altersheim auf der Burg, in dem Max' Mutter arbeitet. Immerhin gibt die Rentnerin zu, dass ihr Bike elektrische Power hat. Die alten Herrschaften in diesem Film sind aber auch sonst mehr auf Zack als die zögerliche Jugend: Vera, Kilian (Günther Maria Halmer) und Horst (Thomas Thieme) sitzen am Altersheimtisch Nummer 7, ihren Namen "Die Wilde 7" tragen sie nicht von ungefähr.

Doch als bei ihnen eingebrochen wird, schließen sich Jung und Alt zusammen und aus dem Film wird ein spaßiger Kinderkrimi. Winfried Oelsner und seine Ehefrau Lisa-Marie Dickreiter schrieben die Buchvorlage, gemeinsam verfilmten sie sie auch: Sie als Drehbuchautorin, er als Regisseur und Autor. Herausgekommen ist ein Mehrgenerationenfilm, der Großeltern wie Enkel erfreuen dürfte und der bei Erfolg sicher fortgesetzt wird.

Max und die Wilde 7, Regie: Winfried Oelsner

© SZ vom 05.08.2020

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