bedeckt München 21°

Filmhunde und Frauenakte:Herrchens Träume

Nackte Frauenkörper und Hunde, die sich schon auf die Wiesn freuen: Eine Ausstellung in der Landwehrstraße zeigt zwei Schwarzweißserien der SZ-Fotografin Catherina Hess. Die Bilder.

16 Bilder

-

Quelle: Catherina Hess

1 / 16

Die Ausstellung im Showroom der Schauspielerin Ilse Neubauer (Landwehrstraße 67) zeigt im hinteren Bereich Aktfotografien von Frauen, die Catherina Hess' Anfänge in der Sozialfotografie erahnen lassen.

-

Quelle: Catherina Hess

2 / 16

Es sind nicht nur die Wohlgeformten, auf die sie ihr Augenmerk legt, sondern es sind Frauen jeden Alters und Typs: Dicke, Dünne, Kranke, Alte, Junge.

-

Quelle: Catherina Hess

3 / 16

Jeder von ihnen verleiht die Fotografin durch die unscharfen, gemäldehaften Konturen ihrer Bilder eine ganz eigene, individuelle Schönheit.

-

Quelle: Catherina Hess

4 / 16

Die unscharfen Konturen verleihen den Fotografien eine besondere Note.

-

Quelle: Catherina Hess

5 / 16

Das Spiel mit Schatten und Licht überrascht das Auge des Betrachters.

-

Quelle: Catherina Hess

6 / 16

Die Aktfotografien sind vom 3. bis 10. September, immer von 17 bis 19 Uhr,  in der Galerie zu bewundern. Am Sonntag bleibt die Ausstellung geschlossen.

Aber nicht nur diese Reihe ist in der Ausstellung zu sehen...

Hugo und seine Freunde

Quelle: Catherina Hess

7 / 16

Ein verwegenes Quartett: Lucca, Hugo, Kalhua und Hui Puh (von links nach rechts) sind auf dem Weg durch die Stadt. Die vier Hunde genießen gemeinsam den Münchner Spätsommer. Unsere Fotografin Catherina Hess hat sie damals bei ihrem Spaziergang begleitet. Heute sind die Bilder unter dem Titel "Herrchens Träume" im vorderen Bereich der Ausstellung zu finden.

Hugo und seine Freunde

Quelle: Catherina Hess

8 / 16

Um den Weg abzukürzen, nehmen sie das Auto. Während Hui Puh und Kalhua sich aus dem Fenster lehnen, behält Hugo auf dem Beifahrersitz den Verkehr im Auge. Die Hunde wurden von der Münchner Filmtierschule zu Fernsehstars ausgebildet.

Hugo und seine Freunde

Quelle: Catherina Hess

9 / 16

Was geschieht, wenn Hunde träumen? Sehr wahrscheinlich ist, dass die vier Filmhunde, die wir mehr als eine Woche lang bei ihrem Parcours durch München begleitet haben, noch einmal die Stationen ihres Sommerausflugs gedanklich nachempfinden. Für schlafende Ungeheuer und schlafende Hunde gilt: Man soll sie nicht wecken.

Hugo und seine Freunde

Quelle: Catherina Hess

10 / 16

Hunde spüren herannahende Ereignisse. In der vorliegenden Aufnahme sind die Filmtiere Lucca, Kalhua, Hugo und Hui-Puh übereingekommen, ihre Vorahnung durch die offenherzige Präsentation traditioneller Lebkuchen anzuzeigen.

Hugo und seine Freunde

Quelle: Catherina Hess

11 / 16

Spätsommer, Hundstage. Das leere Glas ist vor der Schnauze von Lucca platziert, und man sieht am Gesichtsausdruck der Hündin, dass ihr dieses Symbolgefäß wenig Rätsel aufgibt. Hugo lässt die Zunge raushängen. Halbvoll oder halbleer, Hugo? Das Bierglas müsste vielleicht ein paar Zentimeter tiefer stehen, und die Frage wäre mit ein paar Zungenschlägen ein für allemal gelöst.

Hugo und seine Freunde

Quelle: Catherina Hess

12 / 16

Hugo hat sich immer gesträubt, Eisbecher anzulecken wie seine Kollegin Kalhua dies hier tut, und zwar aus folgenden Gründen: Zucker ist für Hunde Gift. Zucker macht Hunde doof und räudig, das Gleiche mit Sahne, die macht darüber hinaus das Fell grindig, und Himbeersauce trocknet die Nasenschleimhäute aus. Eigentlich kann dieses kleine fiese kalte Teil nur Hui-Puh heißen.

Hugo und seine Freunde

Quelle: Catherina Hess

13 / 16

Es gibt eine sonderbare Zwischenwelt, in welcher sich Mensch und Tier auf nicht unumstrittene Weise begegnen. Eine der exquisitesten Einrichtungen in dieser Zwischenwelt ist der Hundesalon. Die Skepsis, mit welcher der Hund Hugo den Föhnvorgang an seiner Kollegin Kalhua beobachtet, wurzelt in einer natürlichen Abneigung der Tiere gegen menschliche Reinheitsgebote.

Hugo und seine Freunde

Quelle: Catherina Hess

14 / 16

Es sind solche kostbaren Momente, welche der Hund Hugo sich mit Mühen von seinem Filmtierleben absparen muss; Momente, in denen er alleine auf einer Holzbrücke liegt. Gleich wird Hugo sich allmählich hochrappeln müssen. Wo sind seine drei Freunde? Steht doch auf dem Schild: links.

Hugo und seine Freunde

Quelle: Catherina Hess

15 / 16

Dieses Bild vermag uns höchstens auf den ersten Blick zu irritieren. Und auch nur dann, wenn wir es eins zu eins als Darstellung zweier verliebter Hunde begreifen wollen. In Wahrheit haben die geschulten Filmtiere Kalhua und Hugo hier ein berühmtes, vielleicht schon allzu legendäres Motiv nachgestellt, nämlich Robert Doisneaus großartige Aufnahme eines Liebespaares mitten im Paris.

Hugo und seine Freunde

Quelle: Catherina Hess

16 / 16

Es gibt Stunden im Leben eines Hundes, die auch dem Vanitas-Gedanken verpflichtet sein müssen. Hugo und seine Kollegin Hui-Puh unterbrechen ihre heitere Münchenreise zugunsten eines Besuchs auf dem Tierfriedhof. Die verstorbene, schwer cremetortenfarbene Hündin Beverly blickt den schaudernden Betrachter aus ihrem Ovalporträt an.

Texte zu den Hundefotos: Hilmar Klute

© sueddeutsche.de/mil
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema