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Gräfelfing:Vorsichtige Annäherung

Gemeinde will prüfen, ob Kiesgrube als Wärmespeicher in Frage kommt

Ob aus der etwa fünf Hektar großen Kiesgrube zwischen Martinsried und Gräfelfing ein Erdbecken-Wärmespeicher werden könnte, wollen die Gräfelfinger Gemeinderäte prüfen lassen. Bürgermeister Peter Köstler (CSU) betonte, sich dem "Riesenthema" schrittweise nähern zu wollen, in enger Abstimmung mit der Nachbarkommune Planegg, "das ist die Bedingung". Der Ausschuss für Umwelt, Energie und Mobilität sprach sich einstimmig dafür aus, Voraussetzungen und Inhalte einer möglichen Machbarkeitsstudie prüfen zu lassen.

Die Kiesgrube an der Martinsrieder Straße, die derzeit von der Firma Glück ausgekiest wird, könnte sich als Wärmespeicher eignen und eine CO2-neutrale Art der Wärmegewinnung darstellen, glauben die Grünen/Unabhängige Liste in Gräfelfing, die den Antrag gemeinsam mit der grünen Gruppe 21 in Planegg gestellt haben. Dabei würde die Grube mit Erde, Bauschutt und Wasser gefüllt werden, verschiedene Energiequellen - etwa Solarkollektoren, die geplante Geothermie oder Blockheizkraftwerke - heizen das Füllmaterial auf, die Wärme wird gespeichert und im Winter wieder entnommen. Die Dänen sind Vorreiter bei dieser Technik.

Martin Feldner (Grüne) sieht angesichts des aufgelegten Konjunkturpakets Chancen auf Fördergeld für ein solches Projekt. Eine Voraussetzung für eine Prüfung auf Eignung der Grube sei, dass die Verfüllung der Grube gestoppt werden kann, betonte Köstler. Ein Termin für eine erste Abstimmung mit der Gemeinde Planegg ist für Juli angesetzt.

© SZ vom 22.06.2020 / jae

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