GDL: Lokführer legen Arbeit nieder:Streik im Berufsverkehr

Sechs Stunden werden die GDL-Lokführer am Donnerstagmorgen die Arbeit niederlegen. Münchens Pendler müssen mit massiven Verspätungen rechnen.

Katja Riedel

Die Lokführergewerkschaft GDL wird an diesem Donnerstag von 4 bis 10 Uhr den Personenverkehr bestreiken - bundesweit. Auch im Großraum München und im übrigen Bayern müssen sich Pendler auf massive Verspätungen einrichten, wie der Bezirksvorsitzende der GDL, Uwe Böhm, bestätigte.

Schon wieder streiken die GDL-Lokführer: Dieses Mal am Donnerstag von 4 bis 10 Uhr morgens. (Foto: dpa)

Neben den Zügen der Deutschen Bahn, zu denen auch die Münchner S-Bahnen gehören, sollen in Bayern auch die Vogtlandbahn, die Bayerische Regiobahn und die Berchtesgadener Landbahn bestreikt werden. Die S-Bahn München hat eine kostenlose Servicenummer eingerichtet: Unter 08000/996633 können sich Bahnreisende über Verspätungen und Zugausfälle informieren.

Die S-Bahn München hat angekündigt, alles in ihren Kräften Stehende zu unternehmen, um die Auswirkungen für die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten. So will sie verstärkt Service-Mitarbeiter einsetzen. Auch in den Leitstellen der S-Bahn, in denen die Mitarbeiter und Fahrzeuge verteilt werden, setzt die S-Bahn München zusätzliche Mitarbeiter ein. Trotzdem werde es bis in den Nachmittag hinein zu Zugausfällen und Verspätungen im S-Bahnverkehr kommen.

Die Ankündigung eines Ausstands im Nah- und Fernverkehr kam am Mittwochnachmittag überraschend. Zunächst hatte die GDL lediglich Streiks im Güterverkehr von Mittwochabend an angedroht. Schon diese könnten den Personenverkehr durch Rückstaus behindern, räumte GDL-Sprecher Stefan Mousiol ein. "Seit Bekanntgabe des Ergebnisses der Urabstimmung hat sich auf Arbeitgeberseite nichts bewegt. Dies zwingt uns zu erweiterten Arbeitskampfmaßnahmen", sagte der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky.

© SZ vom 10.03.2011 - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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