bedeckt München 23°
vgwortpixel

Rockerclubs:Welche Gangs es in München gibt

Rocker legen Bandenkrieg bei

München war nie eine Hochburg der Straßengangs. Dennoch haben vier Münchner Mitglieder der Hells Angels vergangene Woche Gefängnis- und Bewährungsstrafen erhalten, weil sie ein Mitglied der Bandidos bewusstlos geschlagen haben.

(Foto: dpa)

Straßengangs in München - gibt es nicht? Doch, und es kommt immer wieder zu Reibereien zwischen den Rockerclubs. Ein Übersicht, von Hells Angels bis zu Black Jackets.

Hells Angels - Veteranen der Rockerszene

Die Hells Angels sind 1948 in Kalifornien entstanden, benannt ist die Gruppe nach einer Bomberstaffel der US Air Force im Zweiten Weltkrieg. Es heißt, die Gründungsmitglieder seien Ex-Militärs gewesen, die nach dem Krieg beschäftigungslos waren - die Hells Angels selbst bestreiten diese Darstellung. Im Gegensatz zu anderen Motorradclubs nennen sich die örtlichen Gruppierungen nicht Chapter, sondern Charter. 1973 gründete die Gruppe einen Ableger in Hamburg, kurz darauf auch in anderen großen deutschen Städten. In München gab es lange sogar zwei Charter, eines davon hat sich aber im vergangenen Jahr aufgelöst - aus Angst vor einem Verbot. Mitglieder des Charters hatten einen Bandido brutal zusammengeschlagen, erst vor wenigen Tagen wurden die Rocker dafür zu Gefängnisstrafen verurteilt. Die Polizei geht davon aus, dass sich das Charter bald unter anderem Namen neu gründen wird. Insgesamt gibt es wohl etwa 70 Hells Angels in München - viele von ihnen sind vorbestraft.