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Zukunftspläne:Platz für mehr Schüler

Neben der Dorothea-von-Haldenberg-Schule in Mammendorf soll ein Erweiterungsbau entstehen.

(Foto: Carmen Voxbrunner)

Mammendorf bereitet einen komplett neuen Schulbau vor

Von Manfred Amann, Mammendorf

In Mammendorf soll ein neues Schulhaus entstehen. Auf dem gemeindeeigenen Grundstück östlich des Parkplatzes am Schulgelände an der Michael-Aumüller-Straße ist an ein mehrstöckiges Gebäude mit einer Vielzahl von Klassenzimmern und Nebenräumen für Personal gedacht. Erweiterungen der Dorothea-von-Haldenberg-Schule hat der Gemeinderat nach intensiver Beratung mehrheitlich verworfen. Hauptsächlich deswegen, weil der gestiegene Bedarf an Unterrichtsräumen für die zukünftige offene Ganztagsschule mit Grund- und Mittelschule mit einem Neubau am besten gedeckt werden kann.

Bürgermeister Josef Heckl (BGM) sagt, es bleibe noch Luft für eine Erweiterung, falls dies einmal nötig werden sollte. Die Mittelschule soll laut Rektorin Claudia Bülau später das bestehende Schulgebäude nutzen, während die Grundschule im Neubau unterkommen soll. Vorgebrachte Bedenken, die Schüler der beiden Gebäude könnten sich "separieren", teilt Bülau nicht, da die Mensa gemeinsam genutzt werde und Schulveranstaltungen für alle regelmäßig geplant seien. Grundlage für die Entscheidung, statt die Bestandschule zu erweitern einen Neubau ins Auge zu fassen, war eine Machbarkeitsstudie, die das beauftragte Architekturbüro Gerum und Haake in der jüngsten Sitzung vorstellte. Heckl erinnerte daran, dass der Gemeinderat schon seit 2017 eine Schulweiterung im Blick und sich in zwei Klausuren mit mehreren Möglichkeiten befasst habe. Derzeit seien in der Grund- und Mittelschule 23 Räume mit Klassenzimmern belegt. Man habe Fachräume umfunktionieren müssen, ein Klassenzimmer befinde sich über der Schulturnhalle und zwei habe man hinter der Tribüne der Mehrzweckhalle geschaffen." Insgesamt fehlen derzeit schon sieben Klassenzimmer, und der Bedarf werde sicher noch steigen", sagte der Rathauschef.

"Vor allem im Grundschulbereich wird der Raumbedarf zunehmen, daher hat sich das Architekturbüro im Auftrag der Gemeinde noch einmal mit der Raumproblematik befasst und einen Neubau als beste Variante vorgeschlagen", erklärte Heckl. Ein großer Vorteil bei der Variante sei es, dass der Schulbetrieb weiterlaufen könne, während man bei der Erweiterungslösung mit Auslagerungen von Klassenzimmern zum Beispiel in Container arbeiten müsste. Zudem käme man kostenmäßig günstiger weg. Statt über 20 Millionen Euro für die Erweiterung, liegt die Kostenschätzung für die Neubauvariante bei nur etwa 15 Millionen. "Einen Haken hat dies allerdings, das muss ich zugeben, die alte Schulturnhalle muss dann als eine eigene Maßnahme angepackt werden", gab Heckl zu Bedenken. Angesichts der zu erwartenden finanziellen Auswirkungen der Coronakrise sei so aber möglich, die Sanierung beziehungsweise Ersatzbau zu schieben.

Gegen den Neubau sprach sich Max Altmann aus. Es werde wertvolle Fläche versiegelt, die man bei einer Erweiterung in Reserve halten könnte, führte der Gemeinderat der Grünen an. Anton Fasching (BGM) wies darauf hin, dass das neue Schulgebäude an der Grenze des Überschwemmungsbereiches der Maisach liegen würde. Der Neubau wurde schließlich mit 13 gegen drei Stimmen befürwortet.

© SZ vom 25.08.2020

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