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Verkehr in Eichenau:Eindeutige Haltung zur neuen Buslinie

Eichenauer Parteien bekräftigen Verbesserungen im Nahverkehr

Wo werden sie fahren, die neuen Busse durch Eichenau, wie viele werden es sein am Tag und vor allem, wer braucht sie? Diese Fragen treiben seit einiger Zeit einige kritische Bürger in Eichenau um, und auf alle diese Fragen haben sie weit vor dem Start des Busfahrplans im Dezember 2021 bereits die Antworten parat. Die politischen Parteien in Eichenau geben sich einigermaßen überrascht über die von der "Initiative Allinger Straße - Eichenau für unsere Kinder" verbreiteten Nachrichten. Vor einigen Wochen hat sich die örtliche CSU berufen gefühlt, mit einem Faltblatt auf die Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr hinzuweisen, nun haben sich die SPD und die Grünen in einer gemeinsamen Erklärung zur Buslinie durch die Allinger Straße zu Wort gemeldet. Gerade rechtzeitig vor der Informationsveranstaltung, zu der Eichenaus Bürgermeister Peter Münster (FDP) am Mittwoch kommender Woche in die Budriohalle einlädt.

Einigermaßen irritiert sind SPD und Grüne über die Argumente der Initiatoren des Anliegerprotestes. Unter anderem mit dem Argument, die geplante Buslinie 862, die vom S-Bahnhof Fürstenfeldbruck kommt, Eichenau auf der Haupt- und auf der Allinger Straße durchfährt und schließlich am S-Bahnhof Puchheim wendet, werde die Kinder, Fahrradfahrer und ältere Menschen gefährden, sei nicht nachzuvollziehen, heißt es in der gemeinsam Erklärung. Die Initiative sei nur gegen den Verkehr der Busse in der Allinger Straße, würden sie aber eine andere Straße benutzen, hätte sie nichts dagegen, heißt es weiter. Wie auch SPD und Grüne setzt sich auch die CSU dafür ein, dass es in Eichenau mehr Bus-Angebote gibt. Sie verweist in ihrem Flyer darauf, dass der Allinger Straße eine Haupterschließungsfunktion zukomme und die Routenführung der neuen Buslinie so gewählt worden sei, damit möglichst viele Bürger im östlichen Teil der Gemeinde erreicht würden. Die Bürgerinitiative bezeichnet die geplanten Verbesserungen als "Schnapsidee" und fordert statt einer Buslinie durch die Allinger Straße dort einen Radweg und die Verlegung des Verkehrs auf eine Umfahrungsstraße am westlichen Ortsrand.

© SZ vom 03.09.2020 / ecs

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