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Veranstaltung:Mit Alpakas und Besenbindern

Tiere gibt es auch in diesem Jahr wieder auf dem Markt zu bewundern, das Tierfestival fällt jedoch aus.

(Foto: Carmen Voxbrunner)

Bauern- und Handwerkermarkt in Türkenfeld findet statt

Von Manfred Amann, Türkenfeld

Trotz Corona findet in diesem Jahr der beliebte Bauern- und Handwerker Markt auf dem Steingassenberg bei Türkenfeld statt. Und wie bislang an zwei darf das Marktgelände sogar an drei Tagen öffnen, am Wochenende 26. und 27 September sowie am Tag der Deutschen Einheit, am 3. Oktober. Unter Berücksichtigung der staatlichen Verordnungen zur Eindämmung der Virusausbreitung hat Robert Müller von der Wildvermarktungs- und Veranstaltungs-GmbH ein Hygiene-Konzept entwickelt, das die Genehmigungsbehörden überzeugte.

Auch auf dem 24. "Markt, der diesmal im "Corona-Modus" stattfindet, werden daher wieder etwa 60 traditionelle Handwerker wie Säckler, Besenbinder oder Schmied sowie Künstler und Bastler, Landwirte und Direkterzeuger von Brotaufstrichen, Marmeladen oder Honig ihre Waren anbieten. "Natürlich wird es an kulinarischen Genüssen, zum Beispiel an Hirsch-Würstl und -braten nicht fehlen", verspricht Müller und ein "abgespecktes Rahmenprogramm" sei auch vorbereitet. Besonders interessant für Kinder dürften die vielen Tiere sein. So werden Alpakas, Esel, Kamele und Ponys erwartet. Es gibt überdies einen Informationsstand über die Tiere des Waldes und die Rettungshundestaffel kann spannende Geschichten von den Einsätzen ihrer Tiere erzählen.

Für die Ausgabe von Getränken und Speisen seien "scharfe Regelungen" getroffen und das Markttreiben unterliege einer besonderen Ordnung. Da begleitende Veranstaltungen wie das Eseltreffen oder das Tierfestival wegen der Abstandspflicht nicht stattfinden dürfen, steht etwa doppelt so viel Marktfläche zur Verfügung, so dass zwischen Hütten und Ständen größere Abstände möglich sind. "Wir haben die Wege deutlich verbreitert und eine Einbahnregelung ausgeschildert, so dass Begegnungsverkehr nahezu ausgeschlossen wird", erklärt Müller. Außerdem seien Zu- und Ausgang getrennt. Alle Gäste werden laut dem Geschäftsführer durch Beschilderung vor Betreten der Veranstaltung auf den dringend erforderlichen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern aufmerksam gemacht. Zudem wird die Einhaltung auf dem gesamten Gelände von Sicherheits- und Gastronomie-Personal, besonders im Sanitärbereich, streng überwacht. Alle sich auf dem Veranstaltungsgelände befindlichen Personen seien dazu verpflichtet, einen angemessenen Mund- und Nasenschutz zu tragen.

In den ausgewiesenen und abgetrennten "Biergärten" könne die Maske abgenommen werden, sobald der Sitzplatz eingenommen worden ist. Kinder bis zum sechsten Lebensjahr und Personen, die glaubhaft machen können (zum Beispiel durch ein Attest), dass ihnen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aufgrund einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder zumutbar ist, sind befreit. Der Markt ist an allen drei Tagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

© SZ vom 26.09.2020
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