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Türkenfeld:Ortsverschönerung

Türkenfeld für Durchgrünung gewürdigt

Von Manfred Amann, Türkenfeld

Im Zuge der laufenden vom Amt für ländliche Entwicklung Oberbayern (ALE) geförderten Dorferneuerung hat die Gemeinde Türkenfeld unter anderem die freiwillige Aktion "Mehr Grün durch ländliche Entwicklung" erfolgreich durchgeführt. Infolge des vorbildlichen Engagements der Teilnehmergemeinschaft (TG) und der beispielhaften Unterstützung durch den örtlichen Obst-und Gartenbauverein (OGV) konnten dadurch etliche Grundstücksbesitzer für die Pflanzaktion begeistert und so ein Beitrag zur Ortsverschönerung geleistet werden, findet Wolfram Vaitl. Bei einem Besuch bei Bürgermeister Emanuel Staffler (CSU) würdigte der Präsident des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege das gedeihliche Miteinander des Landesverbandes mit dem ALE sowie zwischen TG und OGV.

"Türkenfeld nimmt mit den umfangreichen Maßnahmen im Grünordnungsbereich zum Erhalt der Biodiversität eine Vorreiterrolle unter den oberbayerischen Gemeinden ein", lobte der Präsident. Um das ehrenamtliche Engagement zu würdigen, waren zu dem Treffen auch der für die Dorferneuerung zuständige Gemeinderat Michael Drexl sowie die Sprecherin der TG, Luciana Pavoni, und der OGV-Vorsitzende Günther Asam als "die treibenden Kräfte" geladen, die sich federführend um die ökologisch relevanten Begrünungsmaßnahmen kümmerten. "Das Ergebnis kann sich sehen lassen", befand der Präsident. An mehreren Tagen seien Beratungen erfolgt, Pflanztermine vorbereitet und die Pflanzungen mit den Grundstückbesitzern durchgeführt worden. Begleitet wurde Präsident Vaitl von ALE-Mitarbeitern unter Leitung von Baudirektor Guido Romor, der die Aktion "Mehr Grün durch Ländliche Entwicklung" betreute.

Ziel der Begrünungsaktion sei es, die Artenvielfalt von Pflanzen und in der Folge von Tieren in und außerhalb des Dorfes zu steigern und damit die begrünten Bereiche wieder lebenswerter zu machen. Laut Pavoni wurde jeder gepflanzte Baum im Ortsbereich mit 50 Prozent der Kosten und im Außenbereich sogar mit hundert Prozent vom ALE gefördert. Nach dem Treffen im Mosthäusl des OGV sollte die Streuobstweise besichtigt werden, was der Dauerregen jedoch verhinderte. Stattdessen wurde im Rathaus bei einem Glas frischem Apfelsaft über die Leistungen der Türkenfelder TG und des OGV diskutiert. Vaitl bezeichnete dabei die Streuobstwiese als "Leuchtturmprojekt", von denen in Oberbayern nur wenig vergleichbare vorhanden seien. "Wir betreiben die Wiese unter dem Motto Informieren und Probieren", erklärte Asam. Das Besondere sei, dass dort über 40 verschiedene Obstsorten, zwei Drittel Äpfel und ein Drittel Birnen, wüchsen und jede Sorte genauestens beschrieben sei.

So könne sich jeder Interessent schlau darüber machen, welchen Obstbaum er in seinem Garten pflanzen will und die Früchte sogar geschmacklich testen. Als eine Art "Schauobstgarten" sei die Streuobstweise im Zuge der Aktion "Mehr Grün durch ländliche Entwicklung" immer wieder von den Teilnehmern aufgesucht worden. Die Anlage habe nicht nur wegen der vielen alten Obstsorten Vorbildcharakter, sondern sei auch hinsichtlich der Landschaftsgestaltung sehr gelungen, sagte Guido Romor. Lobenswert sei zudem die Öffentlichkeitsarbeit des OGV, insbesondere die lehrreiche Einbindung von Kindern und Jugendlichen.

© SZ vom 30.11.2020
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