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Schulbeginn:Weniger Erstklässler als letztes Jahr

2078 Erstklässler gehen im Landkreis am Dienstag erstmals in eine der 31 Grundschulen. Das sind 22 weniger als voriges Jahr. Die durchschnittliche Schülerzahl pro Klasse ist ebenfalls leicht gesunken, von 22,3 auf 22. Insgesamt werden die Buben und Mädchen in 383 Klassen unterrichtet, für die genügend Klassenlehrer zur Verfügung stehen, wie Bettina Betz, Leiterin des staatlichen Schulamts, mitteilt. Auch für alle anderen Schülerinnen und Schüler an den Grund- und Mittelschulen gebe es genügend Lehrkräfte.

Das zu erreichen war für das Schulamt nicht ganz einfach. An den Mittelschulen müssen einige Grundschullehrer aushelfen, vor allem in den fünften und sechsten Klassen. Eine Realschul-Lehrkraft mit Zweitqualifizierung wird an einer Mittelschule eingesetzt. Zudem haben sich laut Betz einige Pensionisten bereit erklärt, weiter zu arbeiten. Dazu kommen sechs Team-Lehrkräfte, die helfen, den Präsenzunterricht an den Grund- und Mittelschulen abzuhalten. "Sie werden mit einer Lehrkraft, die coronabedingt keinen Präsenzunterricht halten darf, zusammengekoppelt", erklärt die Schulamtsdirektorin. "Die Stammlehrkraft trägt die Verantwortung für die Klasse, bereitet den Unterricht vor und instruiert die Team-Lehrkraft im Hinblick auf die Umsetzung im Unterricht."

Nicht so gut sieht es bei den Lehrern für Werken und Gestalten (WG) an der Grund- und Mittelschule und für Soziales (früher Hauswirtschaft) an der Mittelschule aus. Hier gibt es Betz zufolge einen Mangel im Landkreis, wie generell in Oberbayern. Grundschullehrkräfte übernähmen den Unterricht in WG, was Betz als "Notlösung in fachlicher Hinsicht" bezeichnet. Die Fachlehrer seien dafür einfach besser ausgebildet.

Deutschförderklassen für Buben und Mädchen, die die Sprache noch nicht gut beherrschen, gibt es an je zwei Grundschulen in Fürstenfeldbruck und Germering sowie an der Grundschule Mammendorf und ebenso an sechs Mittelschulen in Puchheim, Emmering, Fürstenfeldbruck, Germering, Olching und Maisach. Jahrgangskombiniert wird in Eichenau, Olching und Puchheim unterrichtet, die flexible Grundschule gibt es in Esting, Olching, Puchheim, Fürstenfeldbruck und Eichenau. Gebundene Ganztagsklassen bieten sieben Grund- und fünf Mittelschulen an. Profilschulen Inklusion sind die Richard-Higgins-Grundschule in Fürstenfeldbruck und die Kerschensteiner Mittelschule in Germering.

Kinder mit erhöhtem Förderbedarf lernen in Kooperationsklassen mit Unterstützung der Förderzentren. Dieses Angebot findet sich an der Kerschensteiner Mittelschule in Germering, an der Grund- und Mittelschule Fürstenfeldbruck Nord sowie an der Mittelschule Mammendorf.

© SZ vom 07.09.2020 / IHR

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