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Puchheim:Umgestaltung der Einkaufsmeile

Stadtrat vergibt Studie zur Lochhauser Straße

Die Lochhauser Straße als Einkaufsmeile Puchheims soll nach dem Willen des Stadtrates aufgehübscht werden. Kein leichtes Unterfangen, weil dazu die Grundeigentümer und Geschäftsleute mitziehen müssen, an deren Ablehnung vor etlichen Jahren schon das Konzept "Perlenkette" gescheitert ist, ein städtebaulicher Plan, der vorsah, einen Mittelparkstreifen einzurichten. Nun macht die Kommune einen neuen Anlauf. Vor kurzem beschloss der Stadtrat einstimmig, ein Planungsbüro mit ersten Untersuchungen über städtebauliche, wirtschaftliche, verkehrliche, soziale und ökologische Aspekte zu betrauen. Der Schritt ist notwendig, weil die Stadt Geld aus dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm bekommen möchte, die eine solche Studie vorschreiben.

Die Situation sei weder für Anwohner noch für Gewerbetreibende zufriedenstellend, bemerkte der Stadtentwicklungsreferent Jean-Maria Leone (SPD). In der Straße stecke zwar großes Potenzial, aber man sei "gebeutelt mit dem Bestand". Zweiter Bürgermeister Thomas Hofschuster (CSU) sprach von einer großen Chance. Notwendig sei aber, dass die Betroffenen mitmachten, damit die Kommune mehr als nur den Straßenraum verändern könne.

Für Unruhe sorgt ohnehin bereits, dass die Kommune in einem kleinen Abschnitt der Lochhauser Straße eine Tempo-20-Zone ausgewiesen hat, außerdem wurden die Parkzeiten verändert. Gudrun Horn (FW) fragte nach dem Stadtratsbeschluss, der dem zugrunde liegt. Bürgermeister Norbert Seidl (SPD) verwies auf eine Klausursitzung, in der eine große Mehrheit sich dafür ausgesprochen habe. UBP-Fraktionssprecher Jürgen Honold wollte wissen, ob eine Untersuchung über eine Verdrängung des Autoverkehrs geplant sei. "Ich sehe keinen Handlungsbedarf", so der Bürgermeister. Der Abschnitt sei klein und er könne sich nicht vorstellen, dass das so große Auswirkungen haben könnte.

© SZ vom 10.11.2020 / bip
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