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Puchheim:"Management nach Gutsherrenart"

Puchheims Freie Wähler kritisieren Bürgermeister Norbert Seidl

Ein neues Wohnviertel will die Stadt Puchheim im Norden südlich der Zugspitzstraße zwischen Kleinem Ascherbach und Alpenstraße schaffen. "Es ist das erste größere Neubaugebiet im Außenbereich seit 20 Jahren", sagte Bürgermeister Norbert Seidl (SPD) dazu im Stadtrat. Die Freien Wähler (FW) werfen ihm nun "Stadtmanagement nach Gutsherrenart" vor und sprechen von einem neuen drohenden Skandal nach der Greensill-Pleite.

Anlass ist der Umstand, dass das Thema in der Sitzung am 20. April im nichtöffentlichen Teil der Sitzung behandelt wurde. Ein Antrag von FW und FDP, den Tagesordnungspunkt in den öffentlichen Teil zu ziehen, war von der Mehrheit abgelehnt worden. Die Öffentlichkeit müsse bei der Planung einbezogen werden, fordern die FW. "Wenn die Bürger nur noch zwischen einer roten oder blauen Parkbank entscheiden dürfen, fühlen sie sich zurecht verschaukelt", sagte Fraktionssprecherin Michaela von Hagen. Der Bürgermeister wies die Vorwürfe zurück. "Das ist unfaires Nachtreten", sagte Seidl der SZ. Er sprach vom Abschluss einer Reihe von Klausursitzungen. Im Dezember sei ausgemacht worden, dass jede Fraktion ihre Vorstellungen für das Areal formuliert. Die Ergebnisse seien in der nichtöffentlichen Sitzung vorgestellt und zusammengefasst worden. Es sei nichts beschlossen worden, etwa welche oder wie viele Gebäude es werden sollen. "Wir haben lediglich einstimmig, mit den FW, festgestellt, dass das Gebiet entwickelt werden soll", erklärte der Bürgermeister. Das Gelände ist etwa 18 000 Quadratmeter groß und gehört der Stadt. Je nach Bauweise könnte dort Wohnraum für 250 bis 300 Menschen entstehen.

© SZ vom 07.05.2021 / bip
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