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Olching:Unterschriften gegen Bauprojekt

Anwohner halten Vorhaben in Esting für überdimensioniert

Einwohner wehren sich mit einer Unterschriftensammlung gegen das Wohnbauprojekt Hubertushof am Estinger Bahnhof. Auf dem Gelände sind zwei Häuserriegel mit jeweils vier beziehungsweise drei Geschossen geplant, die Platz für insgesamt 111 Wohnungen bieten. Dazu ist eine zweistöckige Tiefgarage mit insgesamt 132 Stellplätzen vorgesehen. Oberirdisch sollen zusätzlich fünf Besucherstellplätze entstehen.

"Das Vorhaben soll in dieser Form nicht genehmigt werden", fordern die Anwohner. Die Auswirkungen auf Anwohner und umliegende Anlagen seien nicht ausreichend analysiert und berücksichtigt worden, lautet die Kritik. 146 Menschen haben den Antrag bereits unterschrieben. Moniert wird unter anderem die Höhe der geplanten Gebäude. Die schalltechnische Untersuchung ergebe, dass Anwohner mit einer höheren Lärmbelastung rechnen müssen, heißt es in dem Antrag. "Das liegt vermutlich daran, dass der Bahnlärm an dem hohen Gebäuderiegel, der über der Schallschutzmauer liegt, reflektiert." Die Anwohner fordern, beide Komplexe auf zwei Geschosse plus Dach zu reduzieren.

Auch fürchten die Bürger eine Anspannung bei Kindergärten und Schulen: "Unseres Erachtens wurde nicht untersucht, wie sich die geplante Bebauung und Errichtung von 79 Wohnungen mit voraussichtlich dreistelligem Bevölkerungszuwachs auf diese Einrichtungen auswirkt." Mit der Unterschriftensammlung wollen sie erreichen, dass das Vorhaben entsprechend geändert wird: "Wir hoffen nun, dass die Baugenehmigungsbehörden und die Politik die Einwände ernst nehmen und den "vorhabenbezogenen Bebauungsplan" auf ein akzeptables Maß anpassen lassen", heißt es in einer Mitteilung.

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