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Olching:Stadt sagt Jubiläumsfeier ab

Bürgermeister Andreas Magg (SPD) reagiert auf die Weigerung von CSU und Freien Wählern, an der Veranstaltung mit Innenminister Joachim Herrmann teilzunehmen

Von Erich C. Setzwein, Olching

Stadterhebung Olching

Bürgermeister Andreas Magg (SPD) erhält am 19. Juni 2011 von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) die Urkunde zur Stadterhebung.

(Foto: Günther Reger)

Olchings Bürgermeister Andreas Magg (SPD) hat den geplanten Festakt zum zehnten Stadt-Jubiläum abgesagt. Nachdem die Fraktionen von CSU und Freien Wählern nacheinander erklärt hatten, nicht an der Veranstaltung mit dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) teilnehmen zu wollen, sah sich Magg zu diesem Schritt gezwungen. In einer kurzen Erklärung entschuldigte sich Magg am Donnerstag "ausdrücklich für alle Unannehmlichkeiten, die möglicherweise entstanden sind". Er dankte den Gästen, die ihre Teilnahme bereits zugesagt hatten, sowie den Festrednern. Die Stadtratsfraktionen von SPD und Grünen hatten sich hinter Magg gestellt und an ihrer Teilnahme festgehalten.

Zum Festakt am Samstag, 19. Juni, hatte Magg mit Schreiben vom 25. Mai eingeladen. An diesem Tage lag die vom Gesundheitsamt Fürstenfeldbruck errechnete Sieben-Tage-Inzidenz bei 20,45. Die CSU-Fraktion meldete sich am 4. Juni, am Tag der Anmeldefrist mit einem Brief beim Bürgermeister und der Presse, in dem sie auf die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung berief und eine Feier zur Stadterhebung als nicht nötig ansah. Fraktionsvorsitzender Tomas Bauer versuchte sich schützend vor Innenminister Herrmann zu stellen, als er schrieb, dass der Minister mit einem Festvortrag bei der Feier seinen Amtspflichten nachkomme, "selbst wenn ihn die Einladung in Verlegenheit bringt". Die Freien Wähler wiederum beriefen sich in ihrer schriftlichen Absage vom 8. Juni auf die CSU, dass "eine Feier im kleinen exklusiven Kreis öffentlicher Mandatsträger trotz der seit dem 7. Juni 2021 geltenden Lockerungen nicht in die Zeit passt". Denn nach wie vor gelte der Grundsatz, nicht dringend erforderliche Veranstaltungen zu unterlassen. Und: "Ein Jubiläum sollte mit denjenigen, die es angeht, nämlich der Bevölkerung als Stadtgesellschaft gefeiert werden", heißt es im Schreiben von FWO-Fraktionssprecher Ewald Zachmann.

Wie Magg am Donnerstag weiter mitteilte, bleibe es bei den anderen bereits organisierten Aktionen rund um den Stadtgeburtstag. So soll es 2011 Kugel Eis gratis für die Bürger geben, und in den Altenheimen dürfen sich die Bewohner auf Kuchen freuen.

© SZ vom 11.06.2021
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