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Olching:Ramadama im Wasser

Schnorchler holen Müll aus dem Olchinger See

Von Selina Deger, Olching

Der kleine Olchinger See ist nun wieder etwas sauberer. Vor kurzem haben ein paar fleißige Helfer ihn im Rahmen einer Ramadama-Aktion von Müll befreit. Gemeinsam mit dem Anglerbund Bavaria hat ein Team von vier Schnorchlern, darunter auch der Mobilitätsexperte Stefan Plate, eine Reinigungsaktion im See gestartet. Der Anglerbund Bavaria ist Hauptpächter des kleinen Olchinger Sees, der sich in privat Besitz befindet. Er ist unter anderem für Naturschutzaufgaben wie beispielsweise der Erhaltung der Artenvielfalt zuständig. In etwa drei Metern Tiefe haben die vier Schnorchler Ausschau nach Dingen gehalten, die nicht in den See gehören.

Auch zwei Mitglieder des Bundes Naturschutzes Gröbenzell waren mit dabei sowie die beiden Stadträtinnen Christiane Tupac-Yupanqui von den Grünen und Ulrike Girtner von der ÖDP. Sie haben vor allem außerhalb des Wassers geholfen, die Netze mit den "Fundstücken" zu entleert und sie an die Schnorchler zurückgegeben. So mussten die Helfer im Wasser nicht jedes Mal in ihrer Schnorchlermontur aus dem See herausklettern, was die Arbeit erleichtert habe, erklärt Plate. "Bei 13 Grad Wassertemperatur und Dauerregen waren wir im See mit der Schnorchelausrüstung und Neoprenanzügen unterwegs", sagt Plate. Mit Tauchern konnten sie die Aktion nicht durchführen, denn hierfür bedürfe es einer speziellen Genehmigung.

Anlass für die Ramadama-Aktion war der "World-Cleanup-Day", an dem die Umwelt von Müll befreit wurde. Jetzt sollte auch der kleine Olchinger See gereinigt werden. Der gesammelte Müll wurden vom Olchinger Bauhof mit dem Lastenrad abtransportiert. Wie viel Müll gefunden wurde, konnte nicht gesagt werden. "In den sozialen Medien gab es viele positive Rückmeldungen zur Aktion", sagt Plate. In einer Facebook-Gruppe sei die Aktion sehr gut angekommen und von den Mitgliedern geschätzt worden, so Plate.

Gerne würde der Mobilitätsexperte eine solche Ramadama-Aktion auch an weiteren Seen starten, sagt er. Auf der "Wunschliste" stehen der Böhmer Weiher, der Germeringer See, der Emmeringer See und das Pucher Meer. Hierfür sei allerdings zuerst eine Genehmigung notwendig. Bis es so weit ist, bleibt noch etwas Zeit. Aufgrund der sinkenden Wassertemperaturen plane man mit einer Aktion erst im nächsten Jahr, so Plate.

© SZ vom 19.10.2020

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