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Olching:Gräber werden teurer

Olching erhöht die Friedhofsgebühren

Nach den Vorberatungen in den Ausschüssen hat der Olchinger Stadtrat der Erhöhung der Friedhofsgebühren ohne Diskussion zugestimmt. Die Grabnutzungsgebühren, die letzte Erhöhung fand 2013 statt, wurden erheblich angehoben. Da in Olching die Grabnutzungsdauer auf zwölf Jahre berechnet wird, kostet jetzt ein Reihengrab 1670 Euro (zuvor 930,72 Euro). Das Familiengrab steigt von 1867,56 auf 2400 Euro, also auf 200 Euro pro Jahr. Richtig teuer wird das Erdurnengrab mit vier Urnen. Hier steigen die Gebühren um mehr als das Dreifache von 852,48 auf 2610 Euro. Die Kosten für eine Familiengruft verdoppeln sich von 3267,24 auf 6520 Euro. Urnennischen belaufen sich für zwei bis vier Urnen auf 1440 bis 2310 Euro für zwölf Jahre. Auch für die Verlängerung des Nutzungsrechts, dessen Zeitraum individuell gewählt werden kann, werden für alle Bestattungsarten anteilige jährliche Gebühren in fast gleicher Höhe fällig. Im Vergleich sind Bestattungen anderswo wesentlich günstiger. So kostet ein Reihengrab mit zwei Plätzen in Germering zurzeit für zwölf Jahre 780, ein Urnengrab mit vier Urnen lediglich 540 und ein Familiengrab mit vier Plätzen 1260 Euro. Olchings Kämmerer Robert Schuhbauer hatte für die Ausschussberatung eine umfassende betriebswirtschaftliche Kalkulation ausgearbeitet, die neben Personalkosten, Sachkosten, Abschreibungen und kalkulatorische Zinskosten in Höhe von 1,7 Prozent weitere etwa 40 Kostenpositionen enthielt. Der Erhöhung widersprach in den Vorberatungen nur die CSU-Fraktion, die dafür plädierte, zunächst den Pflegezustand der Olchinger Friedhöfe zu verbessern und dann erst Gebührenerhöhungen festzulegen. Doch die CSU wurde auch im Stadtrat mit 20 zu zehn Stimmen überstimmt. Auch andere Gebühren erhöhen sich. Die Benutzung der Aussegnungshalle und des Leichenhauses kostet jetzt 200 statt 150 Euro.

© SZ vom 04.03.2021 / kwg
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