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Neues Programm:Schweinische Vorstellung

Puc Programmvorstellung

Mit Handpuppen aus der Werkstatt von Joe Heinrich inszeniert das Puc seine Programmvorstellung als kleines Theaterstück. Screenshot: Youtube

Das Puchheimer Kulturzentrum präsentiert seine Termine für 2021

Von Florian J. Haamann, Puchheim

Wenn das Puchheimer Kulturzentrum sein neues Programm vorstellt, dann kommen sie normalerweise alle. Einige der auftretenden Künstler, Kulturamtsleiter Michael Kaller, seine Stellvertreterin Andrea Ritter, Publikum, Presse. Doch in Corona-Zeiten ist das nicht genug, da braucht es die ganz große Unterstützung. Und so nimmt kein Geringerer als Literaturpapst Marcel Reich-Ranicki auf der Bühne Platz. Na gut, nicht er persönlich, schließlich ist er ja schon 2013 verstorben. Aber eine Ranicki-Puppe. Denn dieses Mal läuft die Programmvorstellung anders ab, als gewohnt. Nicht im Puc selbst, sondern per Video auf der Homepage des Kulturzentrums ist zu erfahren, was für das erste Halbjahr 2021 geplant ist.

Damit dieses genauso unterhaltsam wird, wie die analogen Vorstellungen, haben sich Kaller und Ritter etwas besonderes einfallen lassen und die Präsentation als halbstündiges Puppentheater inszeniert. Unterstützt werden sie dabei vom Maisacher Puppenspieler Joe Heinrich, der im Puc die Brettlnacht organisiert und moderiert und mit seinen Figuren aus der BR-Sendung Quer bekannt ist. Mitgebracht ins Puc hat er den Hiasl Eber, ein joviales Schwein mit dicker Goldkette, den Heinrich selbst spielt, Dr. Philipp Johannes Lüttgenhaus, eine gelbe Maus mit Professorenbrille, übernommen von Kaller, und Hiasls Schwester Greta, die den Part der Feministin übernimmt, gespielt von Andrea Ritter - und eben Reich-Ranicki. Es wird viel gelacht, gestritten und zum Abschluss sogar gemeinsam gesungen.

"Willkommen bei Puc 24, dem Kulturshoppingsender ihres Vertrauens" beginnt Eber seine Begrüßung und wird direkt von Lüttgenhaus unterbrochen. "Herr Eber, Sie haben den falschen Text, das hier ist der richtige. Sie sind schon wieder nicht vorbereitet." Nach etwas hin und her verrät die Maus dann, welchen Schwerpunkt das Puc sich gesetzt hat: Puppentheater. Das soll auch umgesetzt werden, wenn auch mit einem reduzierten Umfang an einem Puppentheatertag. Und so tritt am 14. März von 14 Uhr an Joe Heinrich mit seinem Kinderpuppenspiel "Der Ring der Prinzessin" auf. Um 16 Uhr folgt dann "Macbeth" vom Ensemble "Das kleine Spiel" und um 18 Uhr "Dr. Faust" mit "Kohlmaiers kurioses Kasperltheater". Zum Abschluss gibt es dann noch eine Überraschungsshow mit Josef Pretterer und Gästen für erwachsene Besucher.

Viel Raum wird auch wieder das Kabarett einnehmen. So gastieren unter anderem Matthias Kellner (5. Februar), Helmfried von Lüttichau (der "Hubert" von "Hubert und Staller", 12. Februar), Gerhard Polt und die Wellbrüder (12. April) und die aus Eichenau stammende Poetry-Slammerin und Autorin Fee Brembeck mit ihrem ersten Solo-Kabarettprogramm "Wenn schlau das neue Schön wäre" (8. Mai).

Weitergeführt werden auch die Jazz- und die Klassikreihe und mittlerweile fest zum Programm des Puc gehörende Veranstaltungen wie das Bluesfestival (5. und 6. März), das Newcomerfestival (6. und 7. Februar) und die Jahreszeiten-Tango-Konzerte, die am 23. Januar beginnen.

Die komplette Programmvorstellung, die schon an sich eine kleine und sehr sehenswerte Kulturveranstaltung ist, ist auf der Homepage des Puchheimer Kulturzentrums zu finden unter www.puc-puchheim.de.

Der Vorverkauf für die Veranstaltungen im Puchheimer Kulturzentrum hat bereits begonnen. Weitere Informationen unter www.puc-puchheim.de

© SZ vom 27.11.2020
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